Wir haben ein neues kleines Video für euch…

Hallo, seit einiger Zeit sind wir ja nun wieder zurück in unserem „normalen“ leben, doch wir wollen euch natürlich auch noch nach der Tour mit Bildern und Videos überraschen und evtl. inspirieren auch mal eine große Reise anzutreten …

bis dahin Claudia und Mirko.

hier der Link zu aktuellen Video..

Zurück zu Hause! 

Vor gut 2 Stunden sind wir gesund und Munter zu Hause angekommen- nach nun fasst 19 Monaten fühlt es sich gut aber auch unwirklich an.  Jetzt heißt es erstmal ankommen …..

Die Fahrt von Mailand über die Schweiz nach Dortmund verlief gut nur sau kalt. 

Bald gibt es dann neue Berichte und Videos – bleibt also am Ball 😉 bis dahin Claudia und Mirko 

  

Ready to fly ….

so nun ist es soweit, wir trennen uns von unseren Motorrädern die uns sicher und gut knapp 70.000km begleitet haben – quer über die amerikanischen Kontinente – 

Ich hoffe wir werden die beiden heile Wiedersehen in Mailand –

Auf nach Europa! 

   
   

Hoch und Höher, das war Bolivien….

Bereits vor einigen Monaten hatten wir besprochen, dass uns meine Mutter, Mirkos Tochter und unsere Freundin Christine für 3 Wochen in Ecuador besuchen kommt. Für uns ein wenig schwierig zu planen; wussten wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht, wo wir sein werden.

Als wir dann in Cusco waren entschieden wir uns von La Paz aus zurück zu fliegen, anstatt die ganze Strecke mit den Motorrädern zu fahren. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass uns diese Variante nur halb so viel kosten würde und mit weitaus weniger Stress verbunden wäre, als die Strecke selbst zu fahren. Die Motorräder konnten wir bei Oscar in La Paz unterstellen. Also wurde ein Flug gebucht und gemeinsam mit Josh machten wir uns auf den Weg nach La Paz, Bolivien.

Der Plan war, dass wir 14 Tage haben um vom Lago Titicaca, Peru nach La Paz und von dort offroad bis zur Roten Lagune über den Salar de Uyuni und wieder zurück zu fahren.

Der weitere Plan war, dass wir dann anschließend nach unserer Zeit in Ecuador von La Paz aus östlich über Santa Cruz Bolivien nach Brasilien verlassen.

Von uns hatte bereits zu diesem Zeitpunkt keiner so richtig Lust in den südamerikanischen Winter nach Chile zu fahren. Also erst Brasilien zu den Projekten der EBM, dann Argentinien und dann Chile.

Ach…wie schön, dass man Pläne machen kann…es kommt dann aber meistens doch anders als man denkt, aber dazu mehr.

Für uns lief der Grenzübergang nach Bolivien kompikationslos. Stempel und fertig. Für Josh als US-Staatsbürger lief es ein wenig anders. 180$ und einige Stunden später konnte auch er Richtung Copacabana, Bolivien weiterreisen. Amerikaner müssen in jedem Land Südamerikas eine Einreisegebühr bezahlen…da haben wir aber Glück, dass wir aus Deutschland kommen.

Copacabana liegt mit 3857m direkt am Ufer des Lago Titicaca. Nach unserer Erfahrung in Puno, Peru sind wir relativ überrascht, wie hübsch die Bolivianer das hier gestaltet haben. Ein paar Hostels, Bars, Restaurants in Ufernähe, aber auch Tretboote, Jetski und solche Sachen.

Als erstes bestellen wir mal ein leckeres Fischgericht. Wir warten ca. 40min. Bis wir unser Getränk bekommen und nochmal 40min bis wir unseren Fisch bekommen, aber das nur am Rande. Wir vertreiben uns unsere Zeit damit, auf den See zu blicken und wechseln uns damit ab, die Hotels nach günstigen Preisen ab zu klappern. Als wir grade mit dem Fisch fertig sind (der übrigens echt schlecht war) hören wir Motorräder und erblicken das Adventuretrio. So klein kann die Welt sein, wenn man als Motorradreisender zur gleichen Zeit südwerts unterwegs ist. Da kann man sich manchmal garnicht aus dem Weg gehen….selbst wenn man wollen würde…was wir ja garnicht wollen.

Also weiter im Text.

Copacabana liegt auf einem kleinen Berg, das heisst alles vom Ufer des Sees aus gesehen, geht bergauf. Jeder Weg ist anstrengend auf diesen Höhen, wir brauchen locker das doppelte an Zeit. Wir versuchen langsam zu gehen, aber richtig helfen tut das auch nicht. Schlaumeier würden ja jetzt sagen Koka-tee. Ja, alles ausprobiert. Wir trinken fast nichts anderes, aber helfen tut es nicht. Oder es hilft, wir merken es nur nicht, und ohne den Tee würde es uns noch schlimmer gehen. Jedesmal auf solchen Höhen wache ich nachts auf weil mein Unterbewusstsein meint, ich würde ersticken. Unangenehmes Gefühl sag ich. Da uns also weiterhin nicht wohl ist, macht es uns auch nicht so viel aus, dass hier alle Restaurants und Bars um 21h schließen. Wir fragen uns zwar ob hier Feiertag oder sowas ist, aber nein, es scheint ganz gewollt zu sein. Es sind zwar einige Touristen hier und wahrscheinlich würden wir grade am Wochenende geschäftstüchtiger denken, aber gut, dann gehen wir halt schlafen. Sind eh müde und kaputt. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag schon weiter, aber da wir uns wieder nicht wohl fühlen, das Wetter nett ist, der Ort hier auch entscheiden wir uns noch einen Tag dran zu hängen. Da wir aber nicht nur abhängen wollen, nehmen wir uns vor den „Hausberg“ Copacabanas,den 3966m hohen Cerro Calvario zu erklimmen. Von diesem soll man eine faszinierende Aussicht auf die Stadt und auf den See haben. Der Weg zur Spitze ist wohl unter Pilgern beliebt, da er auf 14 Stationen den Leidensweg Jesu bis zur Kreuzigung zeigt.

Wir gehen langsam…sehr langsam…und machen viele Pausen, aber schließlich sind wir irgendwann oben und geniessen die Aussicht auf den See. Einige Wanderer sind ebenfalls hier oben und sogar zwei, drei Personen verkaufen Getränke (das heißt, sie laufen diesen Weg [für den wir Stunden gebraucht haben] täglich und das auch noch mit Gepäck. Unglaublich. Der Aufstieg ist wirklich mühsam und teilweise eher als klettern zu bezeichnen. Ich hätte stunden hier sitzen können, aber irgendwann machen wir uns dann doch mit zitternden Beinen wieder auf den Weg zurück. Und weil dies als körperliche Anstrengung noch nicht genügend ist, wird noch ne Runde Minigolf gespielt. Minigolf mit Blick auf den See…ist schon nett.

An diesem Abend schließen die Geschäfte zwar auch wieder so früh, bei uns wird es aber ein wenig später, weil wir uns noch mit Leuten bei der Dorf-Jubiläumsfeier am Lagerfeuer verquatschen, so dass wir erst um 22:30h am Hotel erscheinen. Hoteltür zu. Klingeln – fehlanzeige. Niemand öffnet. So stehen wir also bei ca. 5 Grad draußen vor unserem Hotel und kommen nicht rein. Naja, warum auch nicht die Hotels um 21h schließen?- Die Restaurants sind ja auch schließlich geschlossen.

Josh klettert dann irgendwann über die Mauer, findet ein geöffnetes Fenster vom Hotel, bricht ein und öffnet uns die Tür von Innen. Schön, dann müssen wir also doch nicht draußen schlafen. Am nächsten Morgen gibt es bolivianisches Frühstück. Kaffee, Kekse und Rührei….zum satt werden, reichts auf jeden Fall.

Unser Weg führt uns nach LaPaz. Dort erwartet uns Oskar, der mit uns über Facebook in Kontakt getreten ist und bei dem wir unterkommen können. Die Strecke ist schön und wir sind schnell im Umkreis von La Paz…als wir dann ins Valle de la Luna (Mondtal) einfahren, sind wir völlig beeindruckt. Das haben wir nicht erwartet. Das Mondtal besteht aus tausenden Felsen, Felsspalten, Erdhügeln und kraterähnlichen Formationen. Die Türme und Pyramiden sind graubraun bis rötlich und fast ohne Bewuchs. [Quelle:wikipedia] Der Name Mondtal passt hervorragend. Wunderschön. Wir machen Halt bei einer Hähnchenbraterei und genießen dieses köstliche Ding mit Blick auf die Felsformationen. Nachträglich kann ich sagen,war dies die Beste Mahlzeit die wir in Bolivien zu uns genommen haben, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.

Wir fahren weiter. Das Navi will uns offroad durchs Mondtal nach Oskar schicken, aber da drehen wir dann doch lieber um und nehmen den Asphalt. Mittlerweile wissen wir „Wege werden niemals besser“ und das Mondtal sieht ziemlich hart aus, um es mit vollbepackten Motorrädern zu erkunden. Also wohl lieber ein andermal. Der Weg zu Oskars Haus ist dann aber ähnlich würd ich sagen. Erst geht es steil, sehr steil eine ehemalige Kopfsteinpflasterstraße hoch (ehemalig, weil heute nur noch ein Teil des Kopfsteinpflasters steht- der Rest ist loses Geröll mit Sand), eine linksabbiegung und dann nochmal steil eine Sandpiste hoch. Ok- heil oben angekommen, aber Oskar ist nicht da. Also den gleichen Weg wieder zurück und Internet suchen. Beim Nachbarn werden wir fündig – Oskar ist in seinem Club (so ne art Tennisclub) im Zentrum und erwartet uns dort volltrunken. Wir bekommen Umarmungen, Küsse, Essen und Trinken und die tausendmalige Beteuerung das dies jetzt unser zu Hause sei, so lange wie wir möchten. Irgendwann versuchen wir ihm zu erklären, dass wir auch gerne unser „zu Hause“ sehen würden, wird es doch so langsam dunkel und keiner von uns möchte den Weg zu seinem Haus im Dunkeln fahren.

Oskar ist ein wundervoller lustiger Typ und wir haben viel Spaß mit ihm gemeinsam. Wir können unsere Matratzen bei ihm in einem Zimmer aufbauen und dort noch ein paar Sachen erledigen bevor wir dann zu unserer Offroadtour zur roten Lagune aufbrechen. Alles, was wir nicht benötigen lassen wir bei ihm, wir kommen schließlich wieder,da wir in ca. 14 Tagen von ihm aus nach Ecuador fliegen.

Noch in El Alto stehen wir dann vor unserer ersten Straßensperre. Die Bergarbeiter demonstrieren zur Zeit und etliche Menschen sitzen auf der Hauptverkehrsstraße und blokieren eine Weiterfahrt. Wir wechseln die Position, ich fahr vor, Visier hoch und lächelnd bitte ich die sitzenden Frauen doch die Steine für uns weg zu räumen. Es klappt und wir können so jede einzelne Sperre durchfahren. Über Oruro, Challapata und Salinas de Garci Mendoza erreichen wir den Salzsee auf Höhe des Vulkanes Tunupa. ¾ dieser Strecke geht ziemlich fix und ist relativ unspektakuläres Fahren durch das Hochland, ¼ dieser Strecke ist anspruchsvoll und landschaftlich sehr beeindruckend. So hab ich mir immer das Altiplano vorgestellt. Die Vegetationsform hier nennt man Puna…am Besten zu beschreiben mit braun, grauer flacher Landschaft in der das Ichugras überall wächst. Ab und zu fahren wir an Bergen und Felsformationen vorbei. Wir haben viel Spaß und geniessen das Fahren sehr. Generell ist fahren auf diesen Höhen das einzige was nicht ganz so anstrengend ist für uns. Die Motorräder merken diese Höhen zwar auch, aber das sollte mich nicht stören, solange ich mich nicht bewegen muss. Mit 10000 Quadratkilometern ist der Salar de Uyuni nicht nur der größte Salzsee der Erde, sondern wohl auch der Bekannteste. Einem Gletscher gleich in strahlendem Weiß liegt die endlos scheinende, brettebene Salzfläche vor uns. Die ersten Meter fühlen sich unwirklich an. Die Gedanken immer dahingehend auf Schnee zu fahren, brauchen wir erst ein paar Minuten bis wir uns an den Untergrund gewöhnt haben.

Der Salzsee liegt auf ca. 3653m und das Klima ist trocken und kalt. So trocken, dass selbst bei Minustemperaturen niergens Raureif zu finden ist und so trocken, dass unsere Lippen aufplatzen und unsere Haut unheimlich trocken wird. Wir wissen dass in den Nächten mit Minustemperaturen zu rechnen ist, aber wir wollen trotzdem auf dem Salar zelten. Wir steuern die Insel inmitten des Salzsees an, sehen wir sie ja schon am Horizont, brauchen wir doch ne gute Stunde bis wir sie erreichen. Klar, spielen wir mit unseren Motorrädern rum..wer lässt als längstes die Augen zu, wer fährt am Schnellsten usw. Es ist ein geniales Erlebnis. Wir sind endlich am Salar de Uyuni. Völlig beeindruckt sind wir von dieser Schönheit….nur blauer Himmel und weißer Untergrund. Wunderschön. In dem See, etwa 80 Kilometer von Uyuni entfernt, liegt die Insel Incahuasi die für ihre vielen meterhohen und teilweise mehr als 1.200 Jahre alten Säulenkakteen bekannt ist. In der Nähe der Insel bauen wir unser Zelt auf; Josh, zuletzt wohnhaft in Alaska kann sich nicht mit dem Gedanken anfreunden auf dem Salar zu zelten, erinnert ihn das Weiß doch zu sehr an Schnee und auf Schnee zeltet man nicht; also baut er sein Zelt auf der Insel auf.

Ich weiss nicht, wer schlauer war, aber definitiv hatten wir die bessere Aussicht.

Um halb sechs ging die Sonne unter und ab genau diesem Zeitpunkt fiel die Temperatur von 8 auf ungefähr 0 grad. Wir kochen uns noch ne leckere Nudelmahlzeit und versuchen uns mit Kokatee warm zu halten, aber je dunkler es wurde, desto kälter. Um 19h geben wir erstmal auf und kriechen ins Zelt. Ich friere unheimlich. Sowas kaltes hab ich noch nicht erlebt. (Am nächsten Tag teilt uns der Rancher mit, dass es -15Grad waren) Kein Wunder, dass ich nur 1 Stunde schlafen konnte…und ich hatte echt alles an,was irgendwie möglich ist…Aber all dies war es wert für die Aussicht die wir hatten. Jeder Blick, egal in welche Richtung, zu welcher Uhrzeit – atemberaubend schön. Wir konnten die Milchstraße von links nach rechts beobachten ohne das irgendein Baum oder ähnliches gestört hat. Sternschnuppen und Stille. Eines der schönsten Erlebnisse überhaupt.

Ich bin sowieso schon wach, öffne die Zelttür als ich meine es wäre Zeit für den Sonnenaufgang. Also wenn der Sonnenuntergang schon grandios war, dann fehlen mir jetzt die Worte um das gesehene zu beschreiben. Es ist zwar noch ein wenig kalt um aus dem Schlafsack zu krabbeln, aber ich kann der Versuchung nicht widerstehen. Ich will die Schönheit des Salars aufsaugen, nichts verpassen, also wird erstmal Tee gekocht. Bevor die ganzen Touristen kommen, wird schnell noch Pipi auf der Insel gemacht und dann lassen sich auch schon Josh und Mirko blicken und wir beginnen damit unsere Zeit zu vertrödeln indem wir die obligatorischen Salarfotos machen. Gegen 10h ist es sogar richtig warm und wir können unsere dicken Sachen gegen etwas weniger tauschen.

So schön es aber auch ist, wir können auf keinen Fall noch eine Nacht bei diesen Temperaturen verbringen und machen uns auf Richtung Uyuni. Der Weg dorthin wird dann schon ein wenig langweilig. Alles halt weiß und gleich 😉 Am Salzhotel wird Stop gemacht und auch wenn wir keine deutsche Fahne erblicken – wir wissen, dass wir hier waren!

Es ist nicht mehr weit bis Uyuni und ich bin froh darüber. Hat mich die Nacht doch ganz schön geschafft. Ich überlege mir grad, ob ich wirklich Lust auf diese Offroadtour hab…die Höhe macht mir unheimlich zu schaffen….dazu die Kälte ist für mich eine wirkliche Qual. Ich hänge grade meinen Gedanken so nach, da merk ich einen heftigen Ruck – erneut das Fahrwerk. Weiterfahrt gestoppt. Es sind nur noch 15km über Wellblechsandpiste nach Uyuni, da müssen wir das Motorrad irgendwie hinbekommen. Mit ca. 15kmh fährt Mirko mein Motorrad nach Uyuni, Josh und ich fahren vor und suchen schonmal eine Unterkunft in Uyuni. Uyuni, inmitten einer faszinierenden und urtümlichen Gegend mit Vulkanen, heissen Quellen, Flamingos und Salzseen, wirkt wie eine von Touristen überlaufene Stadt. Es ist also kein Problem eine Unterkunft hier zu finden; die ganzen Touristen brauchen ja auch eine Unterkunft und so finden wir schlußendlich auch eine, die bezahlbar ist und in der wir auch die Motorräder sicher unterstellen können. Wir hatten uns zwar auf eine warme Dusche gefreut und sind ziemlich enttäuscht, dass diese Elektrodusche hier nicht richtig warm wird, und auch der Umstand dass es in den Zimmern aufgrund fehlender Heizung und fehlendem Sonnenlicht deutlich kälter als draußen mit Sonnenschein ist, akzeptieren wir und finden uns damit ab,dass es mit Aufwärmen erstmal nichts wird. Wir sind nur ein paar Tage hier…die Menschen die hier leben, leben damit dass die nächtlichen Temperaturen in der Regel bei 10 grad minus liegen und haben trotzdem keine Heizung. Wir wollen uns also nicht beschweren.

Abends wird Krisenbesprechung gemacht. Klar ist, dass ich mit meinem Motorrad nicht zur Roten Lagune kommen werde. Unklar ist, wie wir mein Motorrad zurück nach La Paz bekommen. Keiner von uns hat lust mit 30kmh zurück zu fahren. Wir versuchen ein Busunternehmen oder überhaupt eine Fahrgelegenheit zu finden, aber da lässt sich nichts bezahlbares machen, also beschließen wir bis zur Roten Lagune geht es gemeinsam auf einem Motorrad, meines wird in Uyuni (bei der besten Pizzaria überhaupt) untergestellt und wenn wir wiederkommen gucken wir weiter.

Im vergangenen Jahrhundert war Uyuni ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Die Bahn transportierte Mengen von Salz, Kupfer und Gold aus dem vom Bergbau geprägten Andenstaat in die Nachbarländer. Heute sind allerdings die meisten Minen geschlossen und die meisten Bahnlinien gekappt. Doch was ist mit all den Dampflokomotiven und Wagen jener goldenen Eisenbahnzeit passiert? Die rostbraunen kolossalen Zeitzeugen liegen heute drei Kilometer ausserhalb von Uyuni auf dem «cementerio de los trenes» – dem vielleicht grössten Eisenbahnfriedhof der Welt. Die meisten der verrosteten Maschinen sind über 100 Jahre alt und zum Verrotten verurteilt. Schon der Weg dorthin gleicht einem Friedhof…überall liegen abgeschnittene Hörner von Rindern rum. Hätten wir das ausgesuchte Stück nicht auf dem Rückweg vergessen mit zu nehmen, würde jetzt eines an unserem Motorrad hängen.

Am nächsten Tag starten wir bei 3 Grad Tagestemperatur unsere Tour zur Roten Lagune. Mit genügend Wasser im Gepäck machen wir uns an den Abschnitt, von dem alle sagen „der schwierigste der ganzen Reise“ „Offroad pur“ „Hart für Körper und Maschine“.

Nach den ersten 80km auf Wellblechpiste hält Josh an. Sein hinteres Radlager hat den Geist aufgegeben. Die Jungs machen sich an die Arbeit, Reifen ab und versuchen das Lager raus zu bekommen. Aber nichts bewegt sich. Nach 1,5 Stunden macht Mirko sich auf den Weg zurück nach Uyuni zum Mechaniker, der wird mehr Glück haben; Josh und ich warten. Wir legen uns flach auf die Erde…da wo der Wind uns nicht erreicht und machen ein Nickerchen. Nach weiteren 1,5 Stunden ist Mirko wieder zurück und es kann weitergehen. Aufgrund der ungeplanten Verspätung nehmen wir dann aber lieber schon in San Cristobal eine Unterkunft. Soviel Möglichkeiten gibt’s hier nicht, und wer weiss, was auf den nächsten Kilometern noch so kommt.

Wir starten früh am nächsten Tag…unser Ziel ist nicht weit, aber der Weg dorthin wird es in sich haben. Über größtenteils Wellblech mit Sand fahren wir durch diese unwirkliche Gegend des Altiplanos. Mein ganzer Respekt und Stolz gilt an diesem Tag Mirko. Es ist unglaublich was er mit mir hinten drauf leistet. Die Strecke hat es wirklich in sich. Wir machen immer mal wieder ein Päuschen um Alpacas oder Vicunas zu fotografieren oder um einfach die stille zu geniessen. Die einzigen Menschen die wir treffen, sind die Touristen in ihrem 4×4, die mit einer Tourgesellschaft wohl auch zur roten Lagune wollen und mit einem Heidentempo an uns vorbeisausen. Sand und Staub schlucken wir heute zur Genüge. Heute ist alles dabei was sich das Offroadherz wünschen könnte. Wir sind schon ziemlich kaputt (ich auch, obwohl ich hinten sitze…es ist ganz schön anstrengend nicht die Kontrolle über das eigene Motorrad zu haben) als wir das kleine Dorf Villa Mar passieren, aber es sind nur noch 50km bis zur Laguna Colorada und die wollen wir auch noch schaffen. Wir fahren irgendwann um eine Kurve…befinden uns schon über 4000m, der Wind peitscht, und vor uns liegt eingerahmt von kleinen Eisschollen eine kleine Fütze. Sie ist dann doch tiefer und rutschiger als gedacht und wir liegen das erste Mal. Ok, nicht so schlimm…schlimm ist nur, dass ich den Berg hochlaufen muss, weil die folgende Passage mit 2 Leuten auf dem Motorrad schlecht zu machen ist. Loses Geröll und Spurrillen so breit und tief wie ein Eimer, dazu der Wind…Ich laufe lieber. Völlig außer Puste komm ich oben an und steige für weitere 5 Meter wieder auf das Motorrad, dann liegen wir wieder. Diese Strecke ist nicht zu machen 2up, also entscheiden wir uns zähneknirschend nach Villa Mar zurück zu kehren. Abenteuer schön und gut, aber auf dieser Höhe und mit dem Wissen, dass jetzt der schwierigste Part der strecke kommen soll ist es einfach die bessere Entscheidung. Ich bin definitiv nicht bereit die nächsten Kilometer zu laufen, also geht es zurück.

Wir finden glücklicherweise ein Hostel. In Villa Mar sind die Hostels nicht beschriftet, wenn man Glück hat und jemanden auf der Straße antrifft, fragt man sich einfach durch und stellt fest, dass jedes fünfte Haus auch ein Hostel ist. Sogar mit Verpflegung, da es hier keine Restaurants oder so gibt. Ich bleib den nächsten Tag im Hostel und Josh und Mirko machen sich auf zur Lagune Colorada. Ich geniesse es mich nicht bewegen zu müssen und lese im Schlafsack eingemummelt ein Buch. Jede Bewegung außerhalb des Schlafsackes ist sowieso zu kalt und zu anstrengend und sowieso ist alles blöd.

Anders als erwartet höre ich bereits gegen nachmittag schon wieder Motorengeräusche vorm Haus. Geplant war, dass sie morgen zurückkommen. Was ist passiert? Auf dem Weg zur Lagune sind bei beiden Motorrädern die Gabelsimmeringe kaputt gegangen. Die Lagune Colorada mit all ihren Flamingos und den von den Algen rot getränktem Wasser haben sie noch erreichen können, aber leider den Arbol de Piedra (Steinbaum) nicht mehr. Enttäuscht stehen sie vorm Hostel…ist doch die geplante Offroadtour durch Bolivien mal ganz anders verlaufen als geplant.

Aber gut, so ist das hier wohl…you never know.

Zurück in Uyuni kümmern wir uns um notdürftige Reperaturen und auch ein kleines Federbein für mein Motorrad bekommen wir günstig, so dass ich zwar immernoch vorsichtig, aber nicht im Schneckentempo nach La Paz zurückfahren kann.

Über Potosi führt uns unser Weg zurück nach La Paz. Der Weg von Uyuni über Potosi nach LaPaz ist wunderschön. So ganz anders als das was wir bisher auf dem Altiplano gesehen haben, fahren wir auf einmal an Bergketten vorbei. Wir fühlen uns fast wie in Arizona oder Utah.

Potosí liegt zwischen 3.976 m und 4.070 m Seehöhe in einer kargen, steppenhaften Gegend. Die Stadt gehört zu den höchstgelegenen Großstädten der Welt.Und so fühl ich mich auch wieder.

Ich bin schon wieder bzw. immernoch so schlecht zurecht, dass wir die Silberminenführung leider nicht mitmachen können und zelten an der in der nähe gelegenen Lagune auch nicht drin ist. Ich brauche eine Toilette in Reichweite.

Das die Stadt von dem Silbervorkommen hier im letzten Jahrhundert profitiert hat merkt man direkt. Das Zentrum ist durchgehend im Kolonialstil gehalten (Seit 1987 sind die kolonialen Bauten Potosís Teil der Unesco-Liste des Weltkulturerbes) und daher ist es wirklich nett hier entlang zu schlendern. Kreideweiss muss ich mich zwar alle paar meter setzen, aber essen müssen wir ja irgendwas, also müssen wir ein wenig laufen und etwas finden, was mein angeschlagener Magen auch verträgt.  Einen Tag länger bleiben würde auch nichts bringen, also bleibt Potosi für uns nur ein Zwischenstop.

Wieder in La Paz warten wir auf den Tag an dem wir uns in den Flieger nach Ecuador setzen können. Wir haben noch ein paar Tage bevor es los geht und wollen die Road of Death noch fahren und ein bisschen am Internet arbeiten. Mein Körper gibt dann aber klein bei und nach drei weiteren Tagen habe ich endlich genügend Kraft zum Arzt zu gehen. Da hab ich mir wohl kleine Tierchen in Form von Darmparasiten und ne dicke Bronchities zugezogen. Auf der Luftmatratze bei 12 grad Zimmertemperatur versuch ich schnell wieder gesund zu werden.

Also muss ich auf die Road of Death verzichten. Aus meinem Blickwinkel und im Hinblick auf meine Höhenangst ist es eher ein verzichten dürfen als müssen*g*)

Diese Straße steigt jedenfalls von La Paz aus auf den La-Cumbre-Pass in 4650 m Höhe an und fällt danach bis auf etwa 1200 m bei Yolosa kurz vor Coroico ab. Dabei windet sie sich in vielen Kurven, einspurig über steile Berghänge.

In Wikipedia lässt sich folgendes finden „Die einspurige Straße führt zumeist ohne Leitplanken an steilen Abhängen entlang. Sie ist daher sehr gefährlich, außerordentlich schwierig und nur unter großer Gefahr zu passieren. Darüber hinaus sorgen Regen und Nebel sowie matschiger, morastartiger Untergrund häufig für einen schlechten Straßenzustand und geringe Sichtweiten. Mit Steinschlag oder Erdrutschen aufgrund von starker Erosion ist jederzeit zu rechnen. Ein Unglück vom 24. Juli 1983, bei dem ein Bus ins Schleudern geriet, in eine Schlucht stürzte und die 100 Insassen in den Tod riss, gilt als Boliviens schlimmster Verkehrsunfall. Einer Schätzung zufolge verunglückten bis 2007 pro Monat zwei Fahrzeuge und starben jährlich 200 bis 300 Reisende auf der Straße.

Seit 2006 gibt es jedenfalls eine Umgehungsstraße und diese Todesstraße wird nur noch wenig befahren.

Mirko hatte jedenfalls Pech und einen nebligen Tag erwischt; die Gefährlichkeit der Straße kommt auf den Fotos nicht so wirklich rüber oder ich empfinde es nur so, weil wir mindestens schon fünf solcher Straßen in Peru hinter uns haben.

Nachdem wir aus Ecuador wieder zurück sind, bring ich die zweite Bronchities mit nach La Paz.

Für mich ist jetzt aber wirklich Schluss mit Höhe und Kälte – ich will Bolivien nur verlassen. Unser nächstes Ziel liegt ca. 4600km weiter und heißt Salvador, ein Ort an der brasilanischen Küste.

Gutes Wetter erreichen wir dann glücklicherweise schon in Santa Cruz. Santa Cruz liegt nur noch auf ca.430m inmitten von fruchtbarem Flachland. Es ist heiß und die Menschen laufen hier wieder in Flip Flops und kurzen Sachen rum. Wir fühlen uns wie in einem anderen Land. Die Leute lächeln uns an, sprechen mit uns und sind interessiert, wer wir sind und wo wir herkommen. Wir sind unheimlich froh, dass wir diesen Teil Boliviens auch kennenlernen durften.

Von Santa Cruz führt uns unser Weg Richtung Pantanal, Brasilien.

Wir fahren vorbei an hügeliger, grüner Landschaft. Es gibt wieder Palmen und die Sonne scheint unerbittlich. Ich bin glücklich und zufrieden. Schwitzen gefällt mir definitiv besser als frieren.

Auf dem Weg zur Grenze machen wir noch Stop in einer Thermalquelle. Eine Thermalquelle die von der Größe einem See gleicht, halt mit warmen Wasser. Kleine Fischchen nagen an unseren Füßen und auch wenn die Abkühlung ein wenig ausbleibt, doch ein tolles Erlebnis.

Im letzten Teil Boliviens fahren wir an vielen deutschen Kolonien vorbei. Das Landschaftsbild hat sich zu 100% geändert. Flaches Farmland, eingerahmt von Zäunen. Richtige Zäune…nicht einfach nur Latten zusammengezimmert. Schon interessant diese Gegensätze wahrzunehmen.

Wir wissen jetzt jedenfalls, Bolivien ist nicht nur Altiplano. Bolivien ist vielseitig und sehr beeindruckend.

Wir haben dieses Land vor allem aufgrund der Höhe und Kälte als unheimlich hartes Land empfunden…und daher sind wir eigentlich schon fast ein wenig froh, das nächste Land bereisen zu dürfen.

Wir freuen uns also nun auf das nächste Land – Brasilien.

Atem (be) raubend – In den Anden Perus 

Peru…ein großartiges Land. Freundliche Menschen in bunter, traditioneller Kleidung, spektakuläre Landschaften und Abenteuerstrecken vom Feinsten. Von der staubigen, dreckigen Wüstenlandschaft der Küste ca. 70km landeinwärts und wir befinden uns in den Anden, in der Sierra. Ein Stück weiter östlich und man erreicht den Regenwald, die Selva. Wir hatten von all dem etwas und haben dieses Land trotz einiger Schwierigkeiten sehr genossen.

Unsere Route gestaltete sich wie folgt:

San Ignacio – Olmos – Pimentel (bei Chiclayo) -Huanchaco (bei Trujillo) – Otuzco – Chimbote – Jimbe – Caraz – Huaraz – Huanucu – Tingo Maria – Huanucu – Lima- Ayacucho- Abancay – Curahuasi – Cusco – Puno. Read more & weiterlesen

Zwangspause – Glück im Unglück 

For english scroll down. Heute auf dem Weg nach Blumenau hat mich eine Autofahrerin auf der Autobahn gerammt – 

Bei rund 70-80kmh hatte ich keine Chance, das Motorrad viel erst auf die linke dann auf die rechte Seite und anschließend rutschte ich mit dem Motorrad neben dem Auto lang und wir endeten im Graben. Mir geht es gut soweit nur Schmerzen aber keine Brüche. Das Motorrad sieht nicht so gut aus, da es nur etwa 50km von Touratech Brasilien entfernt passiert ist, hat uns der Abschleppwagen hier her gebracht. Das schlimme ist das die Frau keine Versicherung hat- Dies ist keine Pflicht in Brasilien – Wir wissen noch nicht wie es weiter geht 🙁 ich finde es unverantwortlich das man hier fahren kann ohne Schutz für Dritte. Geld hat sie auch nicht also bleibt es alles bei uns hängen 🙁 
Melden uns dann später wieder, erstmal das Motorrad auseinander nehmen und schauen was zu retten ist. 

   
   
Forced break 🙁

Today on the way to Blumenau a women rammed me on the highway –

At around 70-80kmh I had no chance, the motorcycle crashed on the left then to the right side, and then I slipped with the motorcycle next to the car and we ended up in the ditch. My health is good so far as only pain but no fractures. The bike does not look as good. As it is only about 50km away from Touratech Brazil happened, The truck brought us here. The trouble is that the woman has no insurance, This is not compulsory in Brazil -. We do not know how it goes, I find it irresponsible 🙁 you can ride here without protection for others they do not have money and therefore it remains everything hang with us 🙁
Now we will at first take the bike apart and see what can be saved

Macht mit und schenkt ein Lächeln …

Mit helfen und Lächeln schenken!
Wir würden gerne wieder die Portaits von heute drucken lassen und als Geschenk den Kindern geben. 

Dazu brauchen wir eure Unterstützung!

Unser paypal Konto ist bis heute Nacht für diesen Zweck bestimmt.

Hier der Link:
http://www.2ar.eu/kontoauszug-spendenubersicht/
Umso mehr wir zusammen bekommen so größer können wir drucken lassen! Danke euch für die Hilfe!
Wir haben einen Riesen Spaß beim fotoshooting, und wie ihr sehen könnt ist die ziemlich anstrengend. 😉 

   
   

Jupiter’s Traveller

Die Ted Simon Foundation hat so eben ihre 11 neuen Jupiter’s Travellers bekannt gegeben und wir gehören dazu … Wir freuen uns sehr auch ein Teil zu sein… 

http://jupiterstravellers.org/2015/08/18/11-new-jupiters-travellers/
AUGUST 18, 2015 Posted by FOUNDATION NEWS in JUPITER’S TRAVELLERS

Four couples from the USA, Germany, UK and the Netherlands are among the latest group of adventurers announced today as Jupiter’s Travellers. 
Mike and Alanna Clear have recently released their acclaimed film, Going The Distance, which was shown at last weekend’s Adventure Travel Film Festival in London. 
Buck Perley and Amy Mathieson are working on a book about their 2013 motorcycle journey around China. Mirko & Claudia Nagler are motorcycling for a cause in South America and Peter Scheltens & Leonie Sinnige are on a two-year round the world journey and currently heading north through Central America. 
Mahsa Homayounfar from Spain has visited more than 60 countries over the course of many different adventures and since November last year has been motorcycling solo in Africa and along the Pamir Highway. She has some remarkable and inspiring stories to tell. 
As do Ed Gill and Chris Beard, both of whom hail from the UK. Ed is motorcycling to Australia via the old Silk Road routes, while Chris is hitchhiking to India and making a film about the people and environmental issues he encounters along the way. 
As always, our congratulations and admiration go to all the new Jupiter’s Travellers. We wish you every success with your journeys and storytelling projects. 

Es wurde dann doch mal zeit…

Nach nun etwas über einem Jahr Dauernutzung, wurde es nun doch zeit den Helm zu wechseln, glücklicherweise haben wir recht schnell neue bekommen, ein riesen Dankeschön an Nexx Helme für die super schnelle Lieferung bis ins ferne Bolivien, speziellen dank an André der dies möglich gemacht hat.
Seit begin unserer Reise nutzen wir Sena Bluetooth Kommunikationssysteme – nach dem wir mit dem SMH10 angefangen haben durften wir kurze zeit später das 20S testen und waren begeistert, Musik hören und quatschen zur selben zeit…nun dürfen das neue 10C testen, was in meinen Augen die beste Lösung ist- es ist eine HD Kamera & Kommunikationssystem in einem Gerät, keine separate Kamera am Helm mehr…genial…

 

Wir freuen uns …

Part der neuen Internetseite von sena zu sein- 
Auf ihrer Homepage gibt es den Bereich Adventure Seeker auf der Abenteurer vorgestellt werden die Sena Produkte nutzen – schaut einfach mal rein. 

http://www.sena.com/adventure-seekers/claudia-and-mirko-nagler/

Urlaub vom Reisen

3 Wochen ohne Motorräder- Wir machen uns auf nach Ecuador um dort Zeit mit unserer Familie zu verbringen. Nach mehr als 13 Monaten auf der Straße freuen wir uns sehr darauf!

Südamerika – der Start – Kolumbien wir kommen ….

Es ist schon ziemlich lange her, aber unsere Zeit in Kolumbien soll trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Der Grenz-Papierkram auf kolumbianischer Seite ging deutlich schneller als in Panama. Wir hatten die Fähre ja für einen Montag gebucht, abfahrt 18:30 aber um den ganzen grenzgram zu machen sollen wir schon um 8:00 da sein… ok…also los, dort angekommen ist es erst um 13:00 losgegangen die restliche zeit standen wir bei 40°C in der sonne rum 🙁  gegen 17:00 Uhr sagte man uns dann, das die Fähre auf Grund von zu hohen wellen nicht fährt, und wir bitte am Mittwoch wieder um 8:00 Uhr da sein sollen… na super :-(.

Nützt ja alles nix, also am Mittwoch wieder morgens dort und wieder bis um 17:00 Uhr in der Sonne abgehangen…doch dann.. ja dann ging es wirklich los nach Kolumbien…. nach knapp 18 Stunden waren wir dann in Cartagena.

 

Nach ca. 2 Stunden waren wir fertig und begannen uns ein nettes, günstiges Hostel in Cartagena zu suchen. Nett und günstig war jedoch garnicht mal so einfach, nachdem wir jedoch einigermaßen günstig (jedoch nicht nett) gefunden hatten, machten wir uns auf, das Altstadtzentrum von Cartagena zu besuchen. Cartagena hat eine wunderschöne Altstadt mit gut erhaltenden alten Gebäuden im Kolonialstil, die zum schlendern und genießen einladen. Eine Stadt mit Charakter.

Wir waren immer noch mit Dave unterwegs und fuhren mit ihm gemeinsam, zum ersten Tip den wir von jemandem erhalten haben…zum an der Karibikküste Kolumbiens liegendem Fischerdorf  Taganga, im Tairona Nationalpark.

Taganga ist ansich ein ziemlich „schäbiges“ Dorf. Die Hauptstraße ist asphaltiert; der Rest besteht aus staubiger Sand,-Steinpiste. Müll und Staub fliegen jeden Abend durch die Straßen, und wir halten uns die Augen zu, um überhaupt etwas sehen zu können. Wie auch bereits in Cartagena hat hier jeder alles was die Drogenpalette hergibt. Ein wenig unangenehm über die Promenade zu laufen und ständig angequatscht zu werden, ob man dies oder jenes brauchen könnte…allerdings ist Taganga auch so klein, dass man nach ein paar Tagen die üblichen Verdächtigen kennt und sie einen dementsprechend auch, und das Anhauen ob wir Gras oder was weiss ich gebrauchen könnten, nur noch lustig, aber nicht unangenehm ist. Taganga war für uns ein wundervoller Platz, an dem wir Freundschaften geschlossen haben. Wir verbrachten eine Woche dort. Direkt beim Ankommen trafen wir auf Carlos. Ein Charakter wie man ihn selten trifft. Er hat unheimlich viele tolle Ideen…um Kindern im Dorf das Leben angenehmer zu gestalten und bei den Einheimischen ein Gefühl für einen bewußten Umgang mit Müll zu vermitteln. Eine dieser Ideen ist es, jeden Sonntag einen „Trash-Dive“ an zu bieten, um so darauf aufmerksam zu machen, wo der achtlos weggeworfene Müll landet. Er hat sich mit einer der 15 (!!!) ortsansässigen Tauchschulen zusammen geschlossen und für 20€ pro Person bekommt man all das Zeug was man zum Tauchen benötigt, um dann nach 15 minütiger Einführung in die Welt des Tauchens in der Bucht bis zu 4 meter tief den Müll ein zu sammeln. Er bat uns doch morgen mit tauchen zu kommen um die vorgelagerte Bucht vom Müll zu befreien. Gesagt getan!-ganz nach dem Motto „Do good as you go“ haben wir uns anschließend fantastisch gefühlt, dabei mitgemacht zu haben. Das erste Mal tauchen hat uns so beeindruckt, dass Mirko anschließend mit den Jungs von der Tauchschule vereinbart hat, ihnen eine neue Internetseite mit allem drum und dran her zu stellen und dafür bekommen wir unser Tauchzertifikat. Unter www.titandive.co könnt ihr sein Meisterwerk bewundern. Drei Tage später haben wir unser Zertifikat erhalten. Man, war das eine Arbeit…wie gut, dass wir den besten Tauchlehrer des Dorfes hatten (davon sind wir überzeugt). Und welch Geduld er mit mir hatte! Mirko ist ja so n Abenteuerlustiger der alles mit macht…aber ich bin da eher vorsichtiger Natur. Meine Sinne sind wirklich gut ausgeprägt…aber unter Wasser zu atmen ist schon eine Herausforderung. Am schlimmsten war für mich, die Maske unter Wasser ab zu nehmen. Eigentlich dieses ganze blöde Üben von Notfällen. Da sollte ich erst meine Luft mit dem Trainer teilen…ok..ich weiss ja ungefähr, dass ich ein paar Sekunden die Luft anhalten kann. Nufa gibt mir das Zeichen für „ich hab keine Luft mehr-ich brauche deinen Oktupus“-ok, kann er haben…denk ich mir. Ein paar Minuten bekommt er zwei Züge, ich halte die Luft an,dann bekomme ich zwei Züge, dann er, dann ich usw. Glücklich mein lebensrettendes Mundstück wieder für mich alleine zu haben, scheint die Übung beendet zu sein. Da zeigt Mirko mir das Zeichen für „Ich hab keine Luft mehr- ich brauche deinen Oktupus“. Die haben se doch nicht mehr alle, denk ich mir. Ich hab doch grade erst wieder meine Luft für mich alleine…die Übung hat mich sowieso schon gestresst. Also schüttel ich den Kopf. Nein-meine Luft brauche ich für mich. Glücklicherweise befinden wir uns in einer Übung, wir drei sind nah beieinander und die beiden Männer um mich herum grinsen. Es bleibt unserem Trainer nichts anderes übrig, als mich zu ersetzen und Mirko die benötigte Luft zu reichen. Ich bin eigentlich sonst glaub ich ne ganz gute Ehefrau (Mirko liest die von mir geschriebenen Berichte gegen – falls hier jetzt also nichts anderes steht, findet diese Aussage seine Zustimmung) aber tut mir wirklich leid schatzi…mir war das zu blöd, das nochmal zu machen 😉 wieder über Wasser musste ich mir jedenfalls einige dumme Witze anhören. Was soll ich sagen? Mir fehlen wahrscheinlich die Sensoren die meinem Gehirn sagen, dass ich z.b trotz der in meiner Hand befindlichen Maske, durch den Mund atmen kann. Naja, den dritten Tag tauchen hab ich jedenfalls genossen. Halt der Tag an dem ich mich nicht mehr herausfordern musste, sondern einfach nur geniessen konnte. Diejenigen die Mirko kennen, wissen wie er ist,wenn er etwas haben möchte. Und an diesem dritten Tag (eigentlich schon nach dem ersten Tauchgang, als einer der Tauchlehrer vom Nachttauchen geschwärmt hatte) wollte Mirko unbedingt (unbedingt,unbedingt) im Dunkeln tauchen gehen. Es muss wohl mega gewesen sein im Dunkeln ins Meer zu steigen und mit der Taschenlampe das Plankton an zu leuchten um dann das Gefühl im Weltraum zu sein,geniessen zu können. Dieser Tauchgang fand jedoch dummerweise nicht mit dem besten Tauchlehrer des Dorfes statt,sondern mit einem,der den Tauchgang für sich ein wenig zu sehr genossen hat. Einmal nicht auf die Schützlinge aufgepasst, es ist stockfinster, man fühlt nicht wenn man sinkt,weil man nichts sieht,und zack, da hatte Mirko schon Bekanntschaft mit einem riesigen Seeigel gemacht. Humpelnd kam er mit drei Stachelresten im Fuss zurück. Erst als Thiego mit Pinzette und Nadel in seinem Fuß rumgebort hatte, hab ich im Internet gelesen, dass viele der hier heimischen Seeigel giftig sein können und man den Stachel lieber fachmännisch beim Arzt entfernen lassen sollte.

Man empfahl uns von dort aus durch die Mitte des Landes weiter Richtung Süden zu fahren. Aufgrund der diversen Tätigkeiten der Drogenkartelle sei dies die bessere Variante, auch wenn es landschaftlich bis Bucaramanga ziemlich langweilig werden sollte. Bis auf öde, braune und dreckige Landschaft sahen wir nichts besonderes. Besonders war hier vielmehr das, was wir unabhängig von der Landschaft gesehen haben. Wie so oft viele Familien auf einem Motorrad, und zu den schon bekannten Hühner,-Pferde oder Kuhgesichtern waren nun auch Schweine auf der Straße an zu treffen. Gegessen haben wir meistens super. Eine Suppe als Vorspeise, der Hauptgang bestehend aus Reis, Platanos (Kochbananen) und Fleisch und größtenteils Panela (Zuckerwasser) als Getränk dazu für grade mal 2,50€. Das Hühnchen hier ist so günstig, dass wir mehr als einmal ein weiteres gegrilltes Hühnchen bestellt haben, um unsere neuen Hundefreunde zu versorgen. In Kolumbien die Straßenhunde sind unheimlich liebebedürftig. Für uns mittlerweile ein gutes Zeichen. Die Hunde in Zentralamerika waren eher Menschenscheu, da sie größtenteils nur auf schlechte Erfahrungen mit ihnen zurückgreifen können. Hier in Kolumbien allerdings gibt es natürlich immer noch viele dünne Straßenhunde, aber alle sehnen sich nach Liebe, die wir natürlich gerne abgeben. Einmal hätten wir einen Hund fast mitgenommen…und bereuen mittlerweile, dass wir das nicht gemacht haben. Zum einen hat er „gesprochen“ wie unser (verstorbener) Flex zu Hause und zum Anderen ist er aufs Motorrad gesprungen, und wollte nicht runter, selbst als das Motorrad lief. Man,hätten wir ihn mal mitgenommen.

Naja, Kolumbien ist jedenfalls ein überwältigendes Land. Für uns ein Land mit Beziehungen…nicht nur die Hunde, auch die Menschen hier haben uns mehr als freundlich aufgenommen und wir haben  bei Jorge und Juan in Bogota für eine Woche ein richtiges Zu Hause gehabt und auch mit Leo, Sandra und Diana eine tolle Zeit verbracht. Jorge hat noch am ersten Abend gesagt, dass er uns aber nicht bekochen wird – im Endeffekt hat er uns aber jeden Tag frühstück zubereitet, uns auf unseren Wegen durch Bogota begleitet, geholfen und unterstützt. Wir haben viel Spaß zusammen gehabt und Freunde fürs Leben gefunden.

Unser letzter gemeinsamer Tag mit Dave war der Tag an dem wir Bogota erreicht haben. Zuvor haben wir noch gemeinsam die beeindruckende unterirdische Salzkirche besucht. Welch ein Genuss für die Seele, bevor wir uns dann nach 4 gemeinsamen Wochen verabschiedeten. Es war eine schöne Zeit zu dritt,aber nun ist es auch gut, wieder allein zu sein. Naja, was heisst allein?- Allein sind wir eigentlich nie…aber jetzt haben wir eben keinen mehr der 24Stunden mit uns ist, mit dem wir uns ein Zimmer teilen, weils dann günstiger ist, oder eben dessen Launen wir auch noch aushalten müssen…und das ist gut so.

Wir sind also nach unserer Zeit in Bogota (der Verkehr ist hier übrigens ordentlicher als in San Jose,Costa Rica, aber die Taxifahrer sind viel viel agressiver) also zu zweit in Richtung Zona Cafetera losgefahren. In dieser wunderschönen Landschaft gelegen befinden sich einige Kaffeplantagen, die man als ordentlicher Tourist auch besuchen kann. Es war schon sehr interessant den Prozess der Kaffebohne vom Baby bis zum Erwachsenenalter beobachten können. Ich wusste garnicht, dass Kaffepflanzen zwischen Palmen und anderen schattenspendenden Pflanzen wächst. Seht selbt auf den Bildern.  Ich hab es schon gesagt,aber nochmal: Kolumbien ist wunderschön! Die Anden…weit,riesig und grün…atemberaubend toll. Die Straßen ein Traum für Motorradfahrer. Kurven über Kurven durch schönste Landschaften. Wir haben es sehr genossen. Vielleicht war der Weg von Bogota nach Ecuador der schönste bisher auf dieser Reise…wir haben die Schönheit der Natur in uns aufgesogen und selbst Mirko hat sich zwischendurch durch die Sprechanlage zu Enthusiasmus hinreissen lassen.

 

Wir hatten mittlerweile Kontakt zu Carlos Waldow von der EBM aufgenommen gehabt und ihm mitgeteilt, dass wir bald in Chimbote, Peru beim ersten Projekt sein können.

Die erste Idee, Mitte April dort zu sein, haben wir nicht geschafft.

Auf dem Plan stand ja noch, in Ecuador Orte zu finden, an denen wir im Juli mit unserer Familie Urlaub verbringen werden. Meine Mutter, eine Freundin und Anny kommen uns besuchen. Wir freuen uns sehr darauf, haben aber auch eine gewisse Verantwortung die drei nicht mit unserem Abenteueralltag zu überfordern. Selbst wenn wir gar kein Problem haben eine Unterkunft zu suchen und das zu nehmen, was kommt, wenn wir in ein neues Dorf hineinfahren, können wir das mit denen nicht so gut machen. Also haben wir in Quito nach einer bezahlbarer Leihwagenfirma und ansonsten nach netten Unterkünften gesucht. Wir werden dann, wenn es soweit ist, von dort, wo wir dann sind, mit dem Flugzeug nach Quito fliegen und unsere Motorräder irgendwo dort sicher unterstellen. So hoffen wir jedenfalls.

Nach Vilcabamba, Ecuador, dem Dorf, dem man nachsagt, dort sei das Herz der Erde sind wir bereits mit dem Adventuretrio gemeinsam gefahren. Das Adventuretrio ist Familie Bordon, Terry, Sandy und ihr 13-jähriger Sohn, die sich von Californien auf den Weg nach Südamerika gemacht haben.

Es ist toll für mich, mit einer anderen Frau, die auch ein solch schweres Gerät fährt zusammen zu sein. Bei all den ganzen Männern mit denen wir unterwegs zusammen sind, eine tolle Abwechslung.

Zu fünft sind wir von Vilcabamba auch zur Peruanischen Grenze gefahren. Ich hatte im Internet bereits von Überschwemmungen im ganzen Land gehört, fand aber keine hilfreichen Informationen wo die Überschwemmungen stattfanden; also mussten wir einfach los.

Auf meiner Karte war die Straße die wir nehmen wollten, zwar gelb, also eine nachgelagerte Straße, aber wer konnte schon ahnen, dass die Überschwemmungen einen Erdrutsch nach dem anderen verursacht hatte und die Straße teilweise unpassierbar war. Unpassierbar mit unseren Motorrädern natürlich nicht, aber ich sag mal herausfordernd über feuchte Erdhügel gepaart mit Geröll, entlang einer tiefen Schlucht zu fahren. Ein paar mal hatten wir Glück und wir kamen genau zu dem Zeitpunkt an, an dem dicke Bagger dabei waren, die Erde von der Straße zu schieben…wir mussten nie länger als 30min. warten; ein paar Mal hatten wir Flüsse zu durchqueren oder Erdhaufen zu überfahren. Das war mal eine Strecke mit Anspruch. Den kleinen versteckten Grenzübergang erreichten wir dann über größtenteils ich sag mal Feldwege…mehr war das nicht. Allerdings fuhren wir durch tolle Landschaft. Wir sind froh in den Anden zu sein.

 

Das Landschaftsbild änderte sich dann aber auf dem Weg zur Küste schlagartig. Wir erreichten die Wüste. Alles war grau-braun. Die einzigen Farbkleckse waren die unzähligen Müllberge, die sich mit dem Sand,-Steinlandschaft vermischten.

Allerdings – egal wo wir bisher in Peru waren…die Peruaner sind bisher das freundlichste Volk auf unserer Reise. Überall winken und hupen die Menschen, halten an, fragen uns woher wir kommen und wünschen uns Glück. Einmal sind wir durch eine Baustelle gefahren und ALLE Bauarbeiter, bestimmt 30 haben aufgeblickt und gewunken. Ein anderes Mal haben Sandy und ich bei einer Pause einen Esel gestreichelt und es kam eine Frau mit ihrem Baby heraus, damit ich bitte ihr Baby festhalten kann. Ein anderes mal saß eine Frau in einem Tucktuck, schrie,lachte und winkte als sie an uns vorbei fuhr. Zwei Minuten später war sie wieder da…sie bat die Tucktuckfahrerin nochmal an uns vorbei zu fahren. Sie sprang aus dem Tucktuck, umarmte und küsste uns. Wir tanzten auf der Straße mit ihr und umarmten uns zum Abschied.

Wir mögen Peru jetzt schon…

in ein paar Tagen erreichen wir Chimbote und damit die erste Einrichtung der EBM.

Wir sind gespannt und freuen uns darauf.

Bis dahin

Eine gesegnete Woche und alles Liebe

Claudia und Mirko

Kurze Meldung –  Salar de Uyuni 

Unsere 14 Tage trip läuft rund – die Nacht Zelten auf dem Salar de Uyuni dem größten Salzsee der Welt war eigen- und vor allem kalt mit -12 Grad der bislang kälteste Ort an dem wir gezeltet haben. Mehr Geschichten und Bilder folgen…. Jetzt geht es erst einmal weiter zur roten Lagune weiter südlich. 

   
   

Damit Ihr euch nicht wundert ….

14 Tage Offroadtrip durch Süd Bolivien.
Damit Ihr euch nicht wundert .... Es wird in den nächsten Tagen sehr wenig bis gar nichts von uns zu hören sein. Wir starten morgen zu einer 14 tägigen Runde durch den Süden Boliviens. Da ungefähr 70% des Weges offroad sein wird, lassen wir einen Großteil unseres Gepäckes hier in La Paz, unteranderem auch den Lappi. Ihr könnt uns jedoch wie gewohnt auf unsere Homepage per Live-Tracker verfolgen. Es geht von La Paz zum Salzsee Uyuni danach nur noch ohne Asphalt südlich richtung Laguna Verde und Laguna Colorada. Wir melden uns dann um den 24.6 wieder.
Habt eine gute Zeit.

14 days offroad trip through South Bolivia .
So no one worries .... There is very little if anything you will hear from us in the next few days . We start tomorrow for a 14 -Day ride around the south of Bolivia . Since about 70 % of the way is off road we are leaving a large part of our baggage here in La Paz , including the Lappi . However, you can follow as usual on our website via live tracker us . The ride goes from La Paz to Uyuni salt lake after that only dirt tracks south towards Laguna Verde and Laguna Colorada . We will get back to the 24.6 again .
Have a good time .

Peru – Colectivos, Polizei und Parasiten 

Zu erst einmal: Peru ist ein tolles und vielfältiges Land, dennoch bin ich mit Peru irgendwie auf einem komischen Weg… Aber zurück zum Anfang.

Colectivos und die Polizei 

Dass die Busse, Taxen und Colectivo- Fahrer hier wenig Respekt für Motorradfahrer haben durften wir schnell lernen… Aber diese eine Erfahrung war dann doch die Krönung. 

Vor knapp 4 Wochen bin ich mit Terry zusammen vom Campingplatz noch mal zurück in die Stadt Caraz gefahren um etwas essen zu holen. Auf dem Rückweg setzte ich den Blinker nach links und bog langsam ab, beim Abbiegen sehe ich ein helles Licht.

-Dunkel-

Als ich wieder wach wurde lag ich gute 10 Meter tief im Feld vor meinem Motorrad. Wie ich dort hingekommen bin und wie lange ich weg war weiß ich nicht. Das letzte was ich weiß ist, wie ich beim Abbiegen den Bulli von hinten auf mich zukommen sehe. Ich kann noch mein linkes Bein hochziehen bevor der Bulli mich bei seinem Überholversuch trifft.

Ich höre Terry aufgewühlt und laut reden – nach einem kurzem Körpercheck bin ich auf und in Richtung UnfallStelle.

Terry war dabei den Bullifahrer vorm Abhauen zu hindern, wobei der Außenspiegel kaputt gegangen ist. Ich bin über die Beifahrerseite rein und habe den Schlüssel abgezogen, da der Fahrer ja mit Terry beschäftigt war. Ok – jetzt erstmal runterkommen und hinsetzten. Ich merke das mein Rücken weh tut aber sonst offensichtlich alles ok ist. Bis die Polizei eintrifft vergeht einige Zeit und etliche Leute kommen dazu. Ich höre die Worte anderer Reisender in meinem Kopf – wenn du einen Unfall in diesen Ländern hast hau ab und warte nicht auf die Polizei weil die „reichen gringos“ immer schuld sind… Ach Vorurteile denke ich mir.. Und bleibe sitzen. Die Polizei trifft ein und nach kurzen Gerede heißt es ab auf die Wache… Ich fahre mein Motorrad lieber selbst und Terry kommt mit seinem Sohn Jack auch gleich mit. Jack spricht fließend Spanisch was mir wirklich viel geholfen hat. 

Auf der Wache biete ich dem Taxifahrer an, dass wir es hierbei belassen und ich keine Forderungen stelle… Der Taxifahrer jedoch sieht gar keine Schuld bei sich selbst und fordert, dass ich den Spiegel ersetzte und noch besser, die Stoßstange, die ich ja mit meinem Motorrad kaputt gemacht habe als er mich von der Straße fegte. Die nächsten 3 Stunden ging es dann tatsächlich um den Spiegel und nicht mehr um die Tatsache dass er mich überfahren hat. Ich habe dann gesagt, dass ich den Spiegel bezahle wenn er die medizinische Versorgung und die Schäden am Motorrad übernimmt – einer der Polizeibeamten war selber moped Fahrer und hat mich sehr unterstützt und dem Taxi Fahrer erklärt, dass er schuldig ist und nicht ich … 

Am Ende haben wir dann beide ein Formular unterschrieben das wir uns gegenseitig nichts wollen. 

Puh Glück gehabt – keine 2 Wochen in caraz festsitzen ohne moped. 

Am Ende kann und will ich sagen: die Polizei hat sich gut und korrekt gekümmert. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt übergangen oder falsch behandelt gefühlt. Auf der anderen Seite kann ich aber auch sagen, dass Alle personbefördernde Fahrzeugführer respektlose Monster sind ….

Ja so viel zu den ersten beiden Worten aber was ist mit den Parasieten –

Diese befinden sich seit gut einer Woche in meinem Magen und machen mir das Leben alles andere als leicht! Seit über einem Jahr auf der Straße war ich nicht einmal so krank – 

Diese lustigen Tierchen holt man sich hier durch essen und trinken. Da wir aber überall und alles essen wollen war das eigentlich fast klar dass das kommen musste. Alles fing am Freitag Abend in den Bergen an. Wir verließen Lima in Richtung Abancay und endeten den ersten Abend auf knapp 3000 Metern- gegen Abend fing mein Magen an zu krampfen und später kam Schüttelfrost und Kopfschmerz dazu.. Schnell war der Verdacht auf Höhenkrankheit gefallen.. Nach null Schlaf ging es dann weiter. Die nächste Nacht war dann nur noch auf 2400 Metern aber es wurde nicht besser – 300km und zwei Tage später in Abancay angekommen bin ich dann zum Arzt – und bekam diese toll klingede Diagnose und liege seit dem hier im Hotelzimmer rum während Claudia auf Tour in die Hilfsprojekte in den Bergen ist … So hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht- doch Peru und ich scheinen eine merkwürdige Beziehung zu haben. Ich hoffe, dass ich übermorgen fit bin und Richtung Bolivien weiter kann… Bis dahin heißt es ausruhen …

Lima und die Anden – Zwischenmeldung

Wir haben es nach Lima – Peru Geschafft, nach vielen schönen aber auch anstrengenden KM sind wir heil in Lima angekommen und hatten einen super herzlichen empfang bei Touratech Peru.
Wie man sieht ist Suzuki & Read more & weiterlesen

365 – 12 – 1 was haben diese Zahlen gemeinsam ?

for english scroll down. desplácese hacia abajo para el español por favor

365 – 12 – 1 – was haben diese Zahlen gemeinsam ?
365 Tage, 12 Monate, 1 Jahr !
Genau so lange ist es her, Read more & weiterlesen

Zentralamerika – Zeit und Wunsch liegen weit auseinander.

Wir sind nun seit ca. 11 Monaten auf der Reise nach Südamerika und grade in den letzten Wochen haben wir so einiges erlebt was uns sprachlos macht.

In Guatemala waren wir ja bei den Mayafamilien, in El Salvador fuhren wir am Strand Motorrad und in Honduras erkundeten wir das Hinterland von Read more & weiterlesen

Vulkan Cotopaxi Ecuador

Wir wollten euch diese zwei Aufnahmen des Cotopaxi und unserem Zeltplatz nicht vorenthalten 🙂

Von 4000 auf 0

Die letzte Nacht haben wir am Fuße des Vulkan Cotopaxi verbracht auf 4000 Metern Höhe wurde es nachts empfindlich kalt. Doch nach der ersten Tasse Kaffee hies es aufsatteln und wir fuhren bei 3 Grad los Richtung Küste. 

So gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann die Küste bei 0 Höhenmetern und 35 Grad und das alles an einem Tag…

Vulkan Cotopaxi Eccuador

0.00.000 – Mittelpunkt

0.00.000 – die Mitte der Welt. Seit heute sind wir auf der Südhalbkugel. 

We made it to the middle of the Earth.

   

 

Herzlicher Empfang in Bogota – Kolumbien

Einen tollen Empfang haben wir bekommen hier in der Hauptstadt Kolumbiens. Eine Gruppe von Motorradfahren des selben Motorrades wie unserem hat uns in einem kleinen Dorf 30km nördlich von Bogota abgeholt. Bogota ist mit knapp 12 Millionen Menschen nicht unbedingt ne kleine Stadt. Jedoch ist das erkunden mit einheimischen deutlich einfacher 🙂 Tag 1. in Bogota stand in Zeichen Reifenwechseln und den Touratech Standort zu besuchen. Was wir nicht geplant hatten war, 4 Stunden für 4 Reifen wechsel einzuplanen 🙁 so wurde der Besuch bei Touratech deutlich kürzer als geplant. Wir werden gegen Sonntag oder Montag weiter ziehen und den Süden Kolumbiens unter die Lupe nehmen. 

Wir wünschen euch bis dahin ne gute Zeit. 

   

     

   

   

Kolumbien – Müll & die Karibik

Wir sind nun seit knapp 2 Wochen in Kolumbien, die letzten 9 Tage haben wir in Taganga an der Karibischen Seite  Kolumbiens verbracht… aber nicht (nur) um Urlaub zu machen.

Wir sind in diesem Ort mehr oder weniger per Zufall gelandet. Taganga ist ein kleines Fischer,- und Urlaubsörtchen unweit von Santa Marta an der Karibischen Küste. Wir kamen hier am Samstag an, geplant waren ein oder zwei Nächte zu bleiben…
Zusammen mit unserem australischen Freund Dave machten wir uns auf die Suche nach einem Hostel. Während der Suche lernten wir Carlos kennen. Carlos ist dabei eine Organisation zu gründen, welche den Kindern und der Kultur in Taganga hilft. Carlos erzählte uns von seinem Freund Rodrigo, welcher eine Tauchschule hat und sich dafür einsetzt den Ozean zu säubern und natürlich auch den Strand in Taganga..

Jeden Sonntag kann man für einen super kleinen Beitrag (12€) Taucherausrüstung bekommen, wenn nötig nen Instruktor dazu und dabei helfen den Müll aus dem Ozean zu fischen…

Das klang so gut das wir uns angemeldet haben. Wir verstanden uns auf Anhieb gut mit Rodrigo, seinem Bruder Nico und dem Instruktor Nufar.
Nufar ist Meeresbiologe und hat eine eigene Stiftung um Korallen zu schützen, zu säubern, zu erhalten und neue Korallengärten anzulegen – gemeinsam versuchen die drei zumindest hier in Taganga die See sauber zu halten.
Es ist wirklich erschreckend wie viel Müll, Plastik Flaschen & Tüten hier von den umliegenden größeren Städten angeschwemmt werden . Nach unserem Einsatz an diesem Sonntag haben wir entschieden noch ein wenig hier zu bleiben um mehr über all die Projekte zu erfahren. 9 Tage sind es nun geworden – wir haben viel gelernt, viele nette und in die Zukunft arbeitenden Menschen kennengelernt.
Wir wünschen den Jungs vom Titan Dive Center und Nufar mit seiner Arbeit viel Erfolg und hoffen, dass die 3 Ihre Arbeit weiter fortsetzten und viele viele Unterstützer und Helfer bekommen.

Hier ein kleines Video zu unserem Sonntag – Müll – Tauchgang.

 

Morgen geht es nun doch wieder weiter, Richtung Bogota ich denke wir werden Bogota in ca 3 Tagen erreichen.

 

bis dahin euer Mirko

Geschafft – Kolumbien

Nach einer harten und langen fährfahrt sind wir müde aber zufrieden in Kolumbien angekommen.

Cartagena ist eine schöne alte Stadt, die Gebäude sind toll erhalten und sind in einen sehr schönen Kolonialstil gebaut. Schon jetzt nach ein paar Stunden gefällt es uns hier sehr.  Read more & weiterlesen

Kolumbien wir kommen 

Fährticket kaufen            ✓

Verpflegung für die Fahrt kaufen ✓

Motorräder wieder packen ✓

Tabletten gegen Seekrankheit besorgen ✓

Kolumbien wir kommen – Südamerika unser letzter Kontinent für dieses Abenteuer.



Bislang gefahren…

Seit dem 7.August 2014, könnt ihr uns nun live verfolgen.
As off 08.07.2014 we can now show you, live updates of our Ride.

until 08.07.2014
bis zum 07.08.2014