Die Insel ruft – Tag 2 – 4

Hallo Leute- Mirko hier.

Ja ja ich weiß, wir sind spät dran, aber hier in Schottland hat nicht jeder WLAN, also spulen wir zurück zu Tag 2.  Der Morgen beginnt mit einem kräftigen Frühstück auf der Great Field Farm. schottland2013_004 

Der Himmel ist nach wie vor grau- und ja klar- es regnet. Aber was wäre England auch ohne Regen?    

Tag 2 führt uns an London vorbei Richtung Doncaster – aber zurerst einmal heißt es durch bzw neben dem londoner Verkehr vorbei zu kommen; was sich als nicht ganz einfach heraus stellt. Claudia hat schnell die Nase voll von dem blöden Verkehr, aber es hilf ja nichts- da müssen wir durch. Die Temse über bzw. unterqueren wir in einem O2 freien Tunnel. Wieder im Hellen angekommen also erstmal Luft holen. Das kalte und nasse Wetter zerrt ganz schön an unseren Nerven, so langsam wird uns klar welch blöde Idee es war über Dover im süden Englands nach Schottland zu fahren. Wieder etwas schlauer 🙂

Wir kommen so gegen 20:00 in Doncaster an- und müssen uns nun erst mal ein B&B suchen… B&B– sagt man nicht in England, gibt es so etwas an jeder Ecke? Dann sind wir nicht in England! Mit einem kleinen netten B&B wird es also nix, so fahren wir nun die Hotels ab, „sorry we are fully booked“ das ist der Satz den ich diesen Abend gefühlte 10 mal höre. Doch dann yeaha- ein freies Zimmer in einem Hotel Names Traveler Lodge – optisch sieht es aus wie ein Bürogebäude; von innen sehr kühl und ein wenig wie aus einem SiFi Film – Diese Hotelkette arbeitet nach dem System weniger ist mehr! So finde ich die einzige Mitarbeiterin für ein 6 oder 7-stöckiges Hotel, welches ernsthaft ca. 40 Zimmer pro Etage hat, im ersten Stock an einer winzigen Rezeption. Aber gut- wir wollen nur noch schlafen. Ein Restaurant oder einfach ein Frühstück gibt es nicht, also fallen wir einfach nur ins Bett und machen wofür wir hier bezahlen- schlafen.

Der nächste Morgen beginnt nicht ganz so nass, aber doch noch grau. Ziel heute wäre Gretna Green-direkt hinter der schottischen Grenze; da wir aber schon knapp 300km „hinten liegen“ wird das wohl nix. So lassen wir unser eigentliches Endziel von gestern  „York“ links liegen und lassen uns vorerst vom Navi den schnellsten Weg nach Gretna zeigen, allerdings keine Autobahn bitte. So fahren wir durch echt langweilige Gebiete..Wohnorte und ödes Land…und immer wieder auf den so genannten A-Routes. A-Straßen-bei uns wäre das schon eine Autobahn. So gegen 13:00 entscheiden wir dann es ruhiger und dafür schöner gehen (fahren) zu lassen. Wir stoppen an einem urgemütlichen Pub „The Red Lion“ schottland2013_007– bestellen uns 2 Kaffee und studieren die Landkarte. Ob es nicht eine schöne Alternativroute gibt? Schnell finden wir eine und diese geht dann auch noch quer durch den Yorkshire National Park.

 

 

Und da ist es endlich, England von seiner schönen Seite und kaum sind wir im Nationalpark bricht der Himmel auf und die Sonne zeigt sich.schottland2013_006 schottland2013_010Es ist wunderschön hier, eine tolle Landschaft, grün braunes Weideland so weit man sehen kann. Unzählige Schafe laufen links und rechts von uns vorbei, selbst auf der Straße stehen sie rum. Wir fahren also nun gut gelaunt durch eine tolle Landschaft bei bestem Wetter. Die Straße ist eine „Single-Track-Road“ also einspurig; so müssen wir nun nicht nur auf Linksverkehr, Gegenverkehr, Löcher sondern auch noch auf Schafe achten-was ein Stress oder? 🙂 aber wir können echt nicht klagen. Am Straßenrand tauchte dann ein Pub auf – das passte uns ganz gut,also Zwischenstopp. schottland2013_014Wie sich herausstellt ist das „Tan Hill Inn“ der höchstgelegene Pub Englands. Also runter vom Bock und ab auffe bank, kehr watt iss dat schön hier. Wir bestellen uns 2 Bier, natürlich Lokales (den Namen habe ich vergessen sorry)-ein sehr leckeres, dunkles Guinnes ähnliches Bier. Während wir da so tiefenentspannd auf der Bank fletzen, kommt Neal mit seiner Goldwing angefahren. Neal ist aus der Gegend und wir können einiges erfahren vom Yorkshire National Park und der Region. Er schwärmt so sehr von der Gegend, dass wir Ihn fragen, ob er eine Idee zur Übernachtung habe –  „Oh Yes- would you liketotry ayurt ?“ (Jetzt müsst ihr euch diesen Satz aber noch genuschelt vorstellen). What ? A Yurt! What ? Oh- er meint ein Jurtenzelt… jetzt ist es klar…ja wo denn?? So erzählt er uns, das unweit vom Pub ein Campingplatz mitten im Nationalpark sei. Seit diesem Jahr seien dort auch Jurtenzelte. Da die Gegend einfach schön ist, und das Wetter super, wollen wir bleiben-Gretna Green läuft ja nicht weg. schottland2013_015 schottland2013_017Das ist übrigens Neal, der uns bei seiner Abfahrt noch schnell seine brand-aktuelle England/Schottland Karte (2001) vermachte. Noch mal vielen Dank an dieser Stelle.  So machten auch wir uns nun auf den Weg. Doch was ist los?- Claudia wird immer kleiner in meinem Spiegel, hmmm!? Ich drehe um, will sehen was los ist. Sie will nicht anspringen ruft Claudia mir zu. Also runter vom Bike und rüber zu ihr…Die Twin sagt keinen Ton. So ein Mist – die Griffheizung war angeblieben (Claudia sagt dazu: naja-einfach angeblieben ist gut-ich schätze ich hab sie einfach vergessen abzustellen) und das hier mitten im Nix. Aber wir hatten Glück: 2 weitere Motorradpärchen rollen auf den Hof- alle auf Honda Varradero unterwegs. Ein Pärchen aus den Niederlanden und das Andere aus Norwegen. Sie kamen von einem Varadero-Treffen in Wales. Die beiden Männer helfen sofort beim Schieben und ratz fatz lief die Kleine wieder- manchmal muss man auch mal Glück haben. Also starten wir zum Camp-side. -Der Campingplatz befand sich wirklich inmitten des NP; hier war nichts mehr was an die reale Welt erinnert. Kein Internet, kein Mobilnetz, keine Hochspannungsleitung – nix. Nur die Natur, 1000 Schafe und ein Fluß. Habe ich schon erwähnt das es schön hier ist ? 

Der Campingplatz liegt direkt an einem Fluß inkl. kleinem Wasserfall und wird schottland2013_018 schottland2013_019 schottland2013_021 schottland2013_022von einem jungen Pärchen geführt. http://www.keldbunkbarnandyurts.com/ Es gibt zwei Jurtenzelte und genügend Platz  für eigene Zelte oder Vans. Zusätzlich gibt es ein paar Zimmer in der Bunk Barn mit einer Art Gemeinschaftswohnzimmer. Ian und Michelle sind sehr hilfsbereit und kochen auf Bestellung sogar einige Menüs. Ein Jurtenzelt können wir leider nicht bekommen,da beide belegt sind, aber wir haben ja unser kleines Wohlfühlzelt dabei..also abgepackt und aufgebaut der Abend kann kommen. Jetzt erstmal Füße hoch und relaxen… Prost.

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Das war ein gelungener Tag…gute Nacht. –Gute Nacht? -Ja das wäre doch toll gewesen -aber es war mal wieder das Wetter, welches ein Strich durch die Rechnung machte—schottland2013_201 mitten in der Nacht werden wir wach,gefühlte 4 Grad unter Null- ein Wind wie aus Patagonien…brrrr ich sag euch es war ar..kalt..wir mussten alles anziehen was so da war um einigermaßen zitterfrei weiter schlafen zu können. Gegen 7:00 Uhr haben wir dann genug vom Wachschlaf und stehen auf…der Wind ist noch da, auch der Regen hält durch…(schön für ihn) ahhhh und etwas Neues kommt hinzu. Na? Ich sag es euch:: Schnee!!!!!!! Ende Mai und es schneit!-Das gibt es doch nicht…. völlig unterkühlt geht es nun also ans abbauen und zusammen packen, wollen wir es doch heute mal nach Gretna Green schaffen.. the rest will follow. 

Bis Bald Mirko und Claudia

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Ein Gedanke zu „Die Insel ruft – Tag 2 – 4

  • 25. Mai 2013 um 09:16
    Permalink

    That truly sounds like an adventure trip! The only thing missing yet is a pic of you two hunting for something to eat… ;-)Thanks for the detailed update, it is really fun to follow you guys. Be blessed, Britta

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