Neues von der EBM-Masa aus Peru und Bolivien

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Geschichten vom Missionsfeld – EBM MASA in Lateinamerika
Fruchtbringende Begegnungen in Peru und Bolivien
Carlos Waldow, Missionssekretär für Lateinamerika, berichtet über seine Arbeit, über die Eindrücke und Begegnungen auf seiner letzten Dienstreise nach Bolivien und Peru im Juli 2013:
Wie üblich unternahm ich diese Reise gemeinsam mit Arturo Köbernick, dem EBM Regionalrepräsentant für die spanischsprachigen Länder in Lateinamerika. Die Gespräche mit unseren Missionaren in Peru, die Begegnungen mit den Ketschua-Gemeinden, das Sehen von Gottes Wirken, das alles hat uns wieder richtig froh gemacht. Es ist immer wunderbar zu sehen, dass Jesus seine Gemeinde in allen Völkern, Kulturen und Wirklichkeiten baut und stärkt. Unabhängig von Arm und Reich, gebildet oder ungebildet, mit viel oder wenig Ressourcen, gebraucht er seine Leute, um das Evangelium zur Rettung der Menschen in Wort und Tat zu „verkündigen“.
Peru
Die erste Etappe der Reise war Jimbe und Region. Hier wurde wieder ein Missionstreffen Zwischenablage01mit Geschwistern aus Jimbe und weiteren sieben Dörfern gefeiert. Im vergangenen Jahr war die Missionsarbeit in der kleinen Stadt Jimbe und vier Dörfern präsent. In einem Jahr hat der EBM MASA-Missionar Hugo Mondoñedo an drei neuen Stellen eine Missionsarbeit begonnen. Zum Missionstreffen in Jimbe kamen ca. 150 Menschen zusammen. Es wurde viel gesungen, das Wort wurde gepredigt, sieben Menschen wurden getauft, Kinder wurden eingesegnet, es gab viel und gute Gemeinschaft. Vor drei Jahren haben wir Hugo motiviert solche Treffen zu organisieren, um die kleinen Gruppen von Gläubigen in den manchmal weit abgelegenen Dörfern, die bis über 4.000 Meter hoch liegen, das Bewusstsein zu stärken, dass sie „eine“ Gemeinde in der Region sind, dass sie zusammen eine große Gruppe sind, und dass sie gemeinsam stark sein können.Zwischenablage02
Am Anfang haben wir Hugo und seinem jungen Mitarbeiterteam Tipps und Beratung dafür gegeben, jetzt machen sie es schon fast alleine und leisten einen ganz tollen Job. Die Menschen aus den Missionsarbeiten in der Region rechnen schon jedes Jahr mit dem Treffen, was für sie jetzt eine ganz wichtige Rolle spielt. Wir sind Gott für Hugo und Carlota Mondoñedo sehr dankbar, die ihren Dienst mit viel Liebe und Leidenschaft tun.
In den Tagen vor und nach diesem Treffen hatten wir auch mehrere Meetings. Einmal mit Patricia Canessa in Chimbote, sie ist unsere Finanzverwalterin für die Projekte in Peru, sowie mit der Leitung des Regionalverbandes der Baptisten von Nord-Peru in Trujillo. An letzterem nahmen auch die EBM MASA-Missionare Hugo und Carlota Mondoñedo, Silvia Azabache und Santos Domingues, die EBM MASA-Missionare für Otuzco, sowie Patricia Canessa teil. Es wurden die Ergebnisse der Projekte ausgewertet, Entscheidungen für praktische und notwendige Handlungen getroffen, sowie Ziele und strategische Wege für die Zukunft besprochen. Ein Beispiel dafür ist die Entscheidung, bis Ende 2013 Möglichkeiten auszuwerten, um eine missionarische Gemeindegründungsarbeit in Chimbote selbst zu starten. Ziel ist, dass es eine starke Gemeinde wird, die dann als Muttergemeinde für die ganzen Missionsprojekte in der Region fungiert, was eine große Notwendigkeit ist. Chimbote hat circa 350.000 EinwohnerZwischenablage03 und keine Baptistengemeinde. Es gab mal eine, die ist aber vor Jahren in eine pfingstlerische Richtung übergegangen. Wir haben diese Herausforderung an die Leitung des Regionalverbandes herangetragen. Sie sind begeistert davon und teilen mit uns diese Vision. Nach der Auswertung wollen wir gemeinsam entscheiden, ob und wie mit diesem Projekt gestartet werden kann.
Von Trujillo sind wir wieder nach Lima und von dort nach Cuzco gereist. Hier wartete schon der EBM MASA-Missionar Adrián Campero auf uns. Anfangs haben wir viele Stunden im Gespräch mit ihm verbracht. Hier ging es nicht nur um Auswertung der Missionsarbeit in den Regionen Apurimac und Cuzco (wo die meisten von EBM MASA unterstützten Missionsprojekte sind) und Vorbereitung für die verschiedenen Meetings, Gottesdienste und Treffen in den nächsten Tagen. Im Vordergrund steht für uns immer der Missionar selbst. Seine physische, emotionale und geistliche Gesundheit, seine Kämpfe, seine Sorgen, Erfolge und Niederlagen und was ihn bewegt. Zwischenablage04Wir durften lange aufeinander hören, füreinander beten. Es geht Adrián gesundheitlich nicht ganz gut. Er wird ärztlich behandelt und wir hoffen, dass Gott ihn berührt, so dass er bald wieder voll genesen kann.
Für die Gemeindegründungsarbeit in Curahuasi haben wir eine wichtige und nicht ganz einfache Entscheidung treffen müssen. Wir haben dem Missionar Tomas Chaparro gebeten, seine Verantwortung für dieses Projekt zu beenden. Seit mehr als drei Jahren haben wir sehr viel an Beratung, Schulung und Begleitung in ihn für diese Aufgabe investiert. Uns liegt immer sehr viel daran, den Mitarbeitern alle Chancen zu geben, um sich positiv zu entwickeln. Er hat einige Fortschritte gemacht, sie waren aber nicht ausreichend für die Herausforderungen, die die Missionsarbeit an diesem Ort benötigt. Tomas wird in den nächsten Monaten begleitet und es wird ihm auch Beratung ermöglicht, damit er sich für einen anderen Dienst orientieren kann. Diese Entscheidung wurde gemeinsam mit Adrián, mit der Leitung des Regionalverbandes für die Missionsarbeit unter den Ketschuas und der Gemeindeleitung in Curahuasi getroffen. Wir sind guter Hoffnung, dass diese Entscheidung dazu beiträgt, dass es für die Missionsarbeit und
für Tomas positiv nach vorne geht. Adrián Campero übernimmt interimsweise die direkte Verantwortung für die Gemeindegründungs-arbeit vor Ort, bis ein neuer Missionar berufen wird. Eine weitere wichtige Entscheidung, die wir für Curahuasi getroffen haben, war, dass bis zum Jahresende auf dem gekauften Grundstück ein einfaches Gebäude gebaut wird, wo die Gemeinde ihre Gottesdienste und Veranstaltungen haben kann. Vor gut einem Jahr wurde das Grundstück zum Schutz und zur Sicherheit schon ganz ummauert. Wir hoffen und beten, dass Gemeinden uns auch bei diesen neuen Herausforderungen (neuer Missionar und Kapelle) mit Gebet und Spenden unterstützen. Die Missionsgemeinde hat circa 40 Mitglieder, es sind aber überwiegend sehr arme Geschwister.
Für Juni 2014 Zwischenablage05planen wir eine Studienreise / Missionsreise nach Peru. Die Region Cuzco / Apurimac wird die wichtigste für diese Reise sein. Einen ganzen Tag haben wir uns mit der Planung von vielen Details dafür beschäftigt. Ich bin mir sicher, es wird eine sehr spannende Reise werden. Am Ende der Reise wird die Teilnahme an einem Ketschua-Missionstreffen in Concacha stehen, wo sehr wahrscheinlich mehr als 1000 MenschenZwischenablage06 teilnehmen werden. Interessenten können ja schon mal anfangen zu trainieren, um am ca. 4.000 Meter hoch gelegenem Bibel-Wettrennen teilzunehmen. Eine andere Herausforderung wird sein, nicht nur die Puente del Inca zu besuchen, sondern auch zu überqueren.
Die Letzte Station unserer Reise in Peru war Yanaoca und Region. Die EBM MASA-Missionare Modesto und Lourdes Puñal waren voll mit der Organisation und Durchführung von zwei wichtigen Events beschäftigt: das erste war eine Missionstagung mit unseren Geschwistern aus Huinchiri und aus den Missionsarbeiten aus drei weiteren Dörfern. Die Zeit, die wir an jenem Freitag mit den Geschwistern dort verbringen durften, hat mich zutiefst berührt. Es sind sehr arme Familien, die viele Kilometer zu Fuß zurücklegen um dabei zu sein, aber mit viel Liebe und

ZwiLeidenschaft für ihren Herrn Jesus Christus und seine Gemeinde stehen. Sie sind das Volk Gottes, die das Evangelium in Wort und Tat für die Menschen in diesen Bergen und Tälern bringen, und sie lassen sich auch nicht durch ihre eigene Not und Einschränkungen davon abhalten!
Das zweite Event war die Feier eines gemeinsamen Gottesdienstes am Samstagmorgen in Yanaoca. Es kamen Menschen aus acht Missionsarbeiten/-Stellen zusammen, ca. 60 an der Zahl. Es wurde viel gesungen, das Wort wurde gepredigt, es gab Zeugnisse. Zum Abschluss war wie üblich ein gemeinsames Mittagessen angesagt. Gott sei die Ehre für die Fortschritte der Missionsarbeit in dieser Region! Modesto Puñal macht eine sehr aufbauende Arbeit. Immer in Absprache und unter der Koordination von Adrián Campero, und mit sehr großem Engagement und viel Eigeninitiative.

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In Yanaoca wird jetzt gerade die Kapelle gebaut. Die Wände stehen schon, in einigen Monaten soll das Gebäude auch Dach, Türen und Fenster erhalten. Zusätzlich werden noch eine Küche und einige Räumlichkeiten gebaut, damit hier dann auch die Schulungen für die Missionare und Mitarbeiter aus der Region stattfinden können.
Als wir den Flug von Cusco nach Lima und von dort nach La Paz, Bolivien nahmen, waren wir dem Herrn sehr dankbar für seine Führung und Leitung in allen Gesprächen und wichtigen Entscheidungen in der Planung und Zielsetzung für die Zukunft. Große Dankbarkeit erfüllte auch unser Herz für die tief geistlichen Erlebnisse mit unseren Ketschua-Geschwistern und unseren Missionaren. Wir wurden beschenkt, ermutigt, auferbaut. Es ist einfach herrlich mit Jesus und in seiner Mission unterwegs zu sein!!
Bolivien
Die letzten zwei Tage unserer Reise haben wir in La Paz verbracht. Hier hatten wir drei ganz wichtige Meetings. Das erste war mit Martin und Agustina Fernandez, Heimeltern des kleinen Kinderheimes in El Alto. Dieses Projekt kommt jetzt zum Abschluss. 2012 waren nur noch vier Jugendliche bei der Familie Fernandez. Zwei von ihnen sind schon ganz in ihre Selbstständigkeit übergegangen. Die letzten beiden (Jonathan und Jorge Luis) wohnen jetzt auch schon selbstständig, bekommen aber noch Betreuung von Martin und Agustina. Von EBM MASA bekommen sie auch die nötige Hilfe zum Wohnen und für ihre Versorgung, sowie für die berufliche Ausbildung. Aus gesundheitlichen Gründen sind Martin und Agustina mit ihren eigenen zwei Söhnen nach Cochabamba gezogen, wo jetzt auch Jonathan und Jorge Luis wohnen werden.
Das zweite Meeting fand mit Duane Guthrie, Missionar der Canadian Baptist Ministries (CBM), statt. Er ist zur Zeit auch ein Helfer für EBM MASA, in der Vertretung gegenüber dem Baptistenbund in Bolivien (UBB). Mit ihm haben wir die wichtigen und konkreten Themen besprochen, die wir dann mit der UBB ansprechen und entscheiden wollten. Es war ein sehr
erfolgreiches Gespräch, in dem wir die wichtigen Merkmale der Vision und des Missionskonzeptes von EBM MASA nochmals betonen konnten, die Voraussetzung für ein partnerschaftliches Engagement in einem Projekt sind. In dieser Hinsicht sind wir uns als EBM MASA und CBM sehr nahe, können aber auch voneinander lernen.
Das dritte Meeting war dann mit der Leitung der UBB, wo wir nochmals die zwei Projekte, auf die wir uns schon im vergangenen Jahr geeinigt hatten, ansprachen. Leider wurde von Seiten der UBB in dieser Zeit sehr wenig bewegt. Vor kurzem wurde aber eine neue Leitung gewählt (Präsident: Reyes Baltazar Kispe Yapita), die pro-aktiver handelt, das macht uns hoffnungsvoll. Das Gespräch war nicht nur positiv, sondern wir konnten gute und wichtige Entscheidungen treffen. Anfang 2014 sollen beide schon besprochenen Projekte konkret starten. Dafür gibt es jetzt Auswertungs- und Vorbereitungsaufgaben und –Termine, mit umfangreichem Kommunikationsfluss. Die Projekte: 1.) PEPE-Projekt in El Alto, gemeinsam mit einer Ortsgemeinde und 2.) ein Gemeindegründungsprojekt in Sucre-Yotala. Sucre ist die Hauptstadt der Provinz Chuiquisaca, Yotala ist eine Nebenstadt. Hier soll Evangelisation und Sozialarbeit auch Hand in Hand gehen. Dieses Projekt soll gemeinsam mit der CBM unterstützt werden. Das Sozialengagement konzentriert sich hier auf die Bekämpfung der Chagas-Krankheit (wird durch den Chagas-Käfer vermittelt), was hier ein großes Problem für die Bevölkerung ist. Es ist die „rot“ gekennzeichnete Region in Bolivien mit dieser Krankheit. Wir freuen uns sehr über die positiven Zukunftsperspektiven für die EBM MASA-Arbeit in Bolivien. Es hat länger gebraucht als erhofft, um die neuen Projekte und Strategien mit unseren Geschwistern in Bolivien festzulegen, aber jetzt gibt es gute Perspektiven. Uns ist es sehr wichtig, nicht mit der Unterstützung von Projekten anzufangen, solange es nicht sehr klare Vereinbarungen gibt, solange es nicht mit unserem Missionskonzept übereinstimmt und wenn Verantwortung nicht gemeinsam übernommen und ausgetragen wird.
Ich lade jeden ein, sich mit uns riesig über die so vielen und guten Ergebnisse zu freuen und Gott dafür zu danken. Auch lade ich ein, weiter für die Missionsarbeiten in Peru und Bolivien, sowie für die vielen verantwortlichen Missionare und Mitarbeiter zu beten. Jedes Gebet, jeder Cent, der als finanzielle Unterstützung dafür investiert wurde und wird, lohnt sich. An dieser Stelle nochmals unser herzliches Dankeschön für jede Unterstützung.
Carlos Waldow

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