Highway 99 – Vancouver Island und mehr…

Dave hatte dann auch die Koffer für seine niegelnagelneue BMW 800 GS und war startklar seine zweimonatige „Off-time“ an zu treten und welch ein Zufall, er hatte ohnehin eine ähnliche Route wie wir vor sich.

Das Feuer im Banff Nationalpark konnte gelöscht werden und die Straße war wieder freigegeben. Mirko und ich fuhren also bis nach Canmore, kurz vorm Banff Nationalpark vor und trafen Dave abends um elf dort auf dem Campingplatz. Es war ein wundervoller Start in eine bestimmt toll werdende gemeinsame Zeit. In dieser Nacht sahen wir eine Feuerkugel/Bolide. Grandios, überwältigend und respekteinflössend. Der nächtliche Himmel wurde für ca.15 sekunden hell erleuchtet…die Feuerkugel war bund und lang…wir konnten nicht fassen, was wir dort sahen. Respekt vor Gottes Schöpfung…dieses Gefühl kam in den darauffolgenden Tagen in Alberta und auch British Columbia immer wieder. Tiefer Respekt! Die Strecken,die wir in der letzten Woche bis heute auf Vancouver Island gefahren sind, sind so beeindruckend respekteinflössend.

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In der letzten Woche sind wir also von Calgary zum Banff Nationalpark gefahren, von dort über den Icefieldhighway zum Jasper Nationalpark und über den Icefieldhighway auch wieder zurück bis zum Lake Louise. Ich weiss nicht, warum der Glacier Nationalpark in den USA, Montana Glacier heisst und frage mich, warum der Jasper Nationalpark nicht Glacier Nationalpark heisst. Wir fahren an vielen Gletschern vorbei…einer überragender und näher als der andere. Wir lesen die Schilder, die zur Erklärung für die Touristen aufgestellt sind und kriegen eine Ahnung von dem, was die Erderwärmung hier bewirkt. Dave erzählte, der Gletscher auf dem Bild ging noch vor 8 Jahren bis zum Parkplatz. Heute ist er ca. 200 meter weiter…ob Busse schon immer dadrauf rumgefahren sind, weiss ich nicht…kann mir aber nicht vorstellen, dass das dem Erhalt des Gletschers gut tut.

Banff und Jasper sollte man jedenfalls unbedingt besuchen…es ist ein tolles Gefühl mit dem Motorrad dort umher zu fahren und gleichzeitig immer mal wieder auf schneebedeckte Berge oder steile Felswände zu blicken. In den beiden Nationalparks Banff und Jasper sehen wir wie gesagt viele Gletscher, die dazugehörigen Seen und sogar einen kleinen süßen Schwarzbären. Ich hab ihn mir größer vorgestellt; aber Mirko hat schon Recht wenn er meint, ich könne ihn nicht mit einem Hund vergleichen…der Schwarzbär sei ja dann wohl doch ein wenig gefährlicher und habe nichts mit „süß“ zu tun.

Von Lake Louise fuhren wir über den Transkanadahighway 1 nach Golden. Leckeren Burger in Golden gegessen und dann auf dem Weg weiter nach Revelstroke Bergziegen dabei beobachtet, wie sie die gold-und silberglänzenden Berge hoch, bzw. runter geklettert sind. Der Weg nach Revelstroke durch den Glacier Nationalpark, BC sowie auch durch den Mount Revelstroke NP war ziemlich nass,kalt und nebelig…es soll ein wunderschöner Pass gewesen sein…davon haben wir allerdings nicht viel gesehen. Es war echt kalt…wir völlig durchnässt. Eine kleine Pause in Daves Lieblingscoffeeshop Tim Horten wärmte uns ein bisschen für die Weiterfahrt auf.

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Am Ende des Tages wollten wir in irgendeiner heissen Quelle baden. Das tut bestimmt gut. Wir verliessen den Transkanadahighway auf die 23 Richtung süden…es regnete immer noch, war aber nicht mehr so nebelig, so dass wir die Tannenumsäumten, kurvigen Straßen sogar geniessen konnten. In Shelter Bay nahmen wir eine  kleine Fähre,die uns und unsere Bikes über den Upper Arrow Lake nach Nakusp brachte. Komisch…die Überfahrt dauerte nur 20 min…vielleicht auch nur 15, aber es war direkt wärmer auf der anderen Seite. Es regnete nicht mehr. Die Straßen waren trocken. Hier ist richtiges Kanada. Tannenbäume der unterschiedlichsten Art…ich weiss leider nicht, wie sie alle heissen, gute, kurige Straßen…es machte richtig Spaß die V-Strom durch die Kurven zu führen. Ich merke das Gepäck in solch Momenten so gut wie garnicht. Das Motorrad gleitet einfach nur hinein. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Halcyon Hot Springs. Ein Campingplatz war auch frei…auch wenn für die Jungs nur schwer zu akzeptieren war, dass die Motorräder nicht in Sichtweite geparkt werden konnten, war dieser Umstand in Hinblick auf die heisse Quelle die uns erwartete aus zu halten. Es war gegen 19h-hiess, wir konnten 4 Stunden im Wasser relaxen und waren 12C$ ärmer. Lohnte sich jedoch. Es war herrlich…wir lagen in 40Grad warmen Wasser, laberten dummes Zeug und warteten darauf dass unsere Haut schrumpelig wurde. Am Zelt gab es dann Dosen-Chilli-con-Carne und wir genossen das Leben. Der nächste Tag führte uns weiter Weiter nach Kamloops durch die Okonagan und den Highway 99 über Whistler Richtung Vancouver.

Ich habe die Nationalparks in den Staaten schon sehr genossen,aber das was hier zu erforschen ist, ist noch viel ursprünglicher und natürlicher. Die Straßen sind hier auch nicht wirklich leer, aber die Landschaft ist noch ein wenig, für mein Empfinden, größer. Wir finden hier nicht mehr so viel freie Fläche, hier sind die Straßen umsäumt von Tannen. Rote, lila und gelbe Blumen finden sich am Wegesrand..es ist richtig wohltuend nicht nur zu sehen, sondern auch zu riechen, was die Natur zu bieten hat.

Die Straßen hier sind herrlich kurvig und gut asphaltiert. Ich kann endlich mal wieder richtiges Kurvenverhalten üben. Dazu kommt, dass Daves Reisegeschwindigkeit so bei 120km/h liegt. Für mich, die ersten Tage ziemlich anstrengend, denn meine Komfortzone liegt eigentlich zwischen 80 und 100 km/h, vor allem wenn ich auch die Landschaft beobachten möchte, aber wieder ein Schritt in die Richtung mehr Erfahrung zu bekommen. Nach ca. 3 Tagen geniesse ich es, mich in die Kurven fallen zu lassen…auch mit 120km/h. Es ist ein super Gefühl als Dave erwähnt, er findet mein Kurvenverhalten wunderschön. Das geht runter wie Butter 😉 Die nächsten Tage gehen so weiter…wir haben viel Spaß miteinander und erkunden wunderschöne Landschaften auf kurvigen, gut asphaltierten Straßen. Die Landschaft der Okonagen gefällt mir sehr gut, aber das was mich auf dem Highway 99 erwartet hat, übertraf bisher alle Erwartungen. Ich war so glücklich…wir fuhren schnell…an weich aussehenden Okonagen-Hügel vorbei…Weite…es war sehr heiß…das erste mal,dass ich selbst für die Fahrt mein Buff-Halstuch weg lasse..die Gräser trocken..hier trau ich mich nur ganz vorsichtig zu rauchen…dann ein Canyon…riesig…mitten durch den Canyon verlaufen Bahngleise..dann ging es auf einmal einen Berg hoch…wir verlassen die trockene Gegend, es wird kühler, wir erreichen Tannengebiet. So wie man sich Kanada vielleicht vorstellt…hohe Tannen, bunte Blumen, Wasserfälle, Flüsse…einzigartig schön. Es ist kein Problem, eher ein Genuss, das beladene Motorrad durch diese Gegenden zu fahren. Eine Nacht ist so warm,dass wir unser Zelt gar nicht erst aufbauen, sondern unter freiem Himmel schlafen. Wir erreichen die Küste. Nun haben wir den Kontinent von Ost nach West durchquert. Tolles Gefühl, ich bin ein bisschen stolz, dass ich das geschafft hab, obwohl ich weiss,dass der schwierige Teil unserer Reise noch kommen wird.

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Bald erreichen wir Vancouver. Vancouver ist eine richtig coole Stadt…für mich ein Place-to-be. Wir lernen Cristian kennen. ( Anmerkung von Mirko; The meeting with Cristian, Wir fuhren auf die Brücke die West Vancouver mit Vancouver verbindet, unsere Spur geht in die rechte Spur der Brücke über, ein Motorradfahrer lässt uns rein, eine schwarze KLR, dann höre ich etwas in meinen Helm dringen in etwa wie: schrnlolenkh undrfo mbortfge schwwwannbungddeinm was heissen sollte; i saw you guys on youtube; aber bitte wer soll das von Helm zu Helm bei knapp 60 Meilen verstehen 🙂 ja aber so haben wir Ihn kennengelernt. Er macht während wir in Vancouver rein fahren auf sich aufmerksam; hat vor einer Woche bei Touratech das Video über uns gesehen. Welch ein Zufall und welch ein Glück für uns. Er zeigt uns die nächsten Tage Vancouver auf dem Motorrad. Cool, einen eigenen  Städteführer zu haben. Er zeigt uns tolle Orte, wir verbringen eine tolle Zeit gemeinsam. Hatten dafür das Motorrad von der ganzen Last befreit und sind ohne Gepäck los gezogen. Dank Horizons Unlimited konnten wir unser Gepäck hierfür bei Paul, der uns ebenfalls ein Bett zur Verfügung gestellt hat,unterstellen. Man,war das ungewohnt, dass Motorrad ohne Gepäck zu fahren. Ich hab ja erst gedacht, ich könne nicht mehr fahren…auf einmal reagierte das Motorrad bei der Bewegung am Gas ganz anders…so stark…sobald ich Gas gegeben habe, wurde ich nach hinten gedrückt, sobald ich Gas weg genommen habe, wurde ich nach vorne gedrückt. Ah-ja…dafür stehen also die 1000 auf dem Motor…unheimlich viel Power hat das Motorrad. Merke ich vollbeladen nicht ganz so krass, aber ohne Gepäck – schon ne ganz andere Nummer. Hat Spaß gemacht 😉

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Vancouver hat alles was man sich wünschen kann. Der Ozean ist allgegenwärtig…es ist toll mitten in der Stadt am Strand zu sitzen, osteuropäischer live-Musik zu lauschen, die sportlichen Leute zu beobachten (ich glaub, hier macht jeder Sport und niemand raucht) und den Sonnenuntergang zu geniessen. Das Städtebild ist geprägt von den Reichen (und Armen) und auf der anderen Seite findet man das absolute Künstler-Viertel mit Hippies und bunten, vielfältigen kleinen Geschäften. Sushi ist günstig und lecker, der Rest hat mich preislich auch nicht so abgeschreckt.

Rauchen in Vancouver ist übrigens so eine Sache. Es ist einfach nicht erlaubt in der Öffentlichkeit zu rauchen und ohnehin ist das Rauchen an sich nicht gesellschaftsfähig. Nicht in öffentllichen Gebäuden rauchen zu können,kennen wir ja, aber nicht im öffentlichen Raum rauchen zu können,ist schon fremd. Das heisst nämlich nirgens…nicht auf der Straße, nicht im Park und nicht am Strand.

 

Ich kann an dieser Stelle sagen, dass mich Kanada, British Columbia beeindruckt…dass ich Respekt vor dem Wunder der Natur bekomme und dass ich das Fahren in den letzten Tagen unheimlich genossen habe. Es waren wunderschöne, beeindruckende Gegenden, tolle Straßen, grandiose Landschaften….vielleicht das bisher schönste…aber ich mag das garnicht sagen….denn…für uns als Deutsche ist irgendwie alles grandios…Aber tatsächlich, die letzten gefahrenen Kilometer waren einfach der Hammer. British Columbia ist ein Urlaub wert…und dabei kann ich noch nicht mal genau sagen, welcher Teil von BC…

wir sind jetzt auf Vancouver Island…sind zur Westseite nach Tofino, einem hübschen, kleinen Touristendörfchen und nach Uculelet gefahren. Von dort wieder zurück nach Nainamo und dann Victoria. In Tofino haben wir das erste mal hinter einem Besucherzentrum gecampt. Wir waren wohl zu spät dran…es war bereits dunkel und ein langes Wochenende stand vor der Tür…und weil kein einzig freier Campingplatz mehr zu finden war, mussten wir dann mit dem Visitor Center Vorlieb nehmen. Wir haben uns am nächsten Tag den Wild-Pacific-Trail angeguckt, aber besonders beeindruckend waren die Kathedral-Trees…

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Nun sitze ich am Meer. Der schönste Campingplatz bisher: Mussel beach Campground. Unbedingt eine Empfehlung wert, wer mal auf Vancouver Island sein sollte. Ich schreibe den Bericht und blicke immer wieder zum Ozean…wer weiss, vielleicht werde ich ja einen Wal sehen…

Man weiss es nie…
alles liebe
Claudia

 

Zum Thema Highway 99 in BC kann ich nur sagen: Packt die tollste Schwarzwaldroute mit ein bisschen Grand Canyon zusammen, würze dies mit Sonne und glatten Asphalt und du hast den HWY99 – dies ist eine echte Empfehlung!

Vancouver Island ist eine Motorradhippiesurferinsel. Für jeden etwas dabei! Es leben sehr viele… sagen wir mal alternativ-frei-lebende menschen, und so ist es eben sehr chillig und gemütlich hier. Nach Aussagen eines Locals ist es wohl so, dass viele hier her kommen weil das Klima so gut ist und es sich leicht unter freien Himmel leben lässt. Uns gefällt der Mix aus diesen verschiedenen Stilen und er ist allgegenwärtig. Hier kannst du, wenn du magst, tage lang Offroad fahren oder eben alles auch asphaltiert besuchen..Das Wetter ist fantastisch, wir haben richtig Glück. Weder in Vancouver noch hier sieht es nach Regen aus. Im Gegenteil, das Wetter ist super. Wer die DVD von Erik Peters gesehen hat, weiß das dies nicht das standard Vancouver Wetter ist…Ich jedenfalls bin froh, dass uns das Miesepeterwetter erspart geblieben ist. Victoria ist unsere letzte Stadt in Kanada. Die auf der Südspitze befindliche Stadt ist nach Königen Victoria benannt und tatsächlich auch königlich schön. Eine kleine Große Stadt, mit Strandpromenade, Beach, Parks, Downtown, Chinatown – alles was dazu gehört. Leider ist immer noch langes WE.. dass heisst auch hier in Victoria bekommen wir keinen Campingplatz. Aber da war doch was..? Richtig auf dem Campground im Glacier NP haben wir Ray kennengelernt. Er sagte zu diesem Zeitpunkt bereits, wir sollen uns melden, wenn wir in der Gegend sind..gesagt getan. Leider hat er weder Raum, noch einen Garten zum Zelten, aber einen sehr guten Draht zum Campingplatzbesitzter. So bekommen wir den letzten freien Platz und Dank Ray, der die Kosten für uns übernommen hat, auch einen  kostenlosen Platz mit Strom und Wasser! Ray beeindruckt mich, er ist Harleyfan und kommt mit einer Harley aus den 60ern oder so angebrabbelt. Wunderschön restauriert, ohne Federung und mit Handschaltung. Es sei mir hoffentlich verziehen, dass ich das Modell nicht benennen kann. Aber was daran speziell ist, ist das Ray Parkinson hat, und er trotz seiner zitternden Gliedmaßen Harley fährt. Man sieht ihm an wie wichtig das Fahren für ihn ist. Ich hoffe er kann dies noch einige Jahre machen.

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Von Victoria aus gehen mehrere Fähren Richtung Seattle (USA). Wir haben uns dann für die COHO entschieden. Dies ist eine preiswerte Version, die Fähre fährt nicht direkt nach Seattle sondern nach Port Angeles. Die Fähre ist soweit ausgebucht…was heißt, wir sollen am nächsten Tag um 12:00 da sein um einen Platz auf der 15:30 Fähre zu bekommen. Lediglich 12 Bikes finden Platz. 12:00 Uhr ist eine gute Zeit, so wird es nicht hektisch 🙂 wir brauchen knapp 20 Minuten vom Campground zur Fähre. Alles klappt und wir bekommen unsere 3 Plätze. Da das Ziel in den USA liegt, wird ab 14:00 der gesamte Bereich abgesperrt; Keiner kommt mehr rein – keiner kommt mehr raus – und die Grenzprozedur nimmt seinen Lauf. Wer, wohin, woher, wie lange, was dabei, wie viel Geld usw usw… die See ist rau und nach knapp einer halben Stunde fange ich an den Horizont zu fixieren. Soll wohl gegen Seekrankheit helfen, ich wusste das ich das nicht so gut vertrage aber dies ist doch nur eine 1,5 stündige Überfahrt ….es funktioniert, und wir kommen gesund und munter im sonnigen Seattle an. Über HU (Horizons Unlimited) haben wir einen Gastgeber, knapp 15 Meilen östlich von Seattle, gefunden. Ohhhhh man, ich kann euch sagen, wir kommen hier angefahren und stehen mitten in einem „Schöner Wohnen“ Katalog. Unfassbar schönes, großes Haus mit ebenso großem Grundstück. Das Haus ist der Hammer! Das Wohnzimmer lässt sich mittels eines Hangertores öffnen, so dass eine große Wand plötzlich fehlt. Dies ist, ich denke das schönste Haus in dem ich je gewesen bin. Wir bekommen ein Apartment mit Bad, Küche und eigener Terrasse. „Kneif mich“…denke ich so vor mich hin. Donn und Debbie sind selbst Motorradreisende und leben dies auch aus. So haben sie auf ihrem Grundstück eine Art Offroad-Enduro-Trainings-Piste geschaffen, auf welcher wir nun jeden Abend unsere Kreise ziehen und unsere Technik ausfeilen. Wenn ich mal groß bin will ich auch so wohnen. Die beiden waren letztes Jahr in Zentral,- und Südamerika, so haben wir reichlich Gesprächsstoff bis in den Abend. Wir werden hier voll versorgt mit Frühstück, Mittag und Abendessen – das ist wirklich unfassbar! Debbie, Don…Wir sind euch sehr dankbar für die tolle Zeit hier.

Seattle ist eine tolle Stadt mit vielen Dingen zum Entdecken. So wie zum Beispiel das Touratech Headquarter USA 🙂 Selbstredend fuhren wir dann direkt am nächsten Tag dort hin; brauchten eh ein paar Teilchen (ich will einen ABS Abschaltknopf einbauen für den Offroad gebrauch) Paul & Kimmo begrüßen uns herzlich und sind bereits informiert, dass wir einlaufen werden. Haben die doch in den letzten Wochen immer mal wieder ein dubioses Paket bekommen auf dem steht „Touratech USA – zu Händen Claudia und Mirko 2ar“.

Eines der Pakete war von uns selbst mit Landkarten für die nächsten Etappen, eines von MRA Deutschland. MRA hat uns ein neues Touring-Windschild zukommen lassen! Frisch aus der Entwicklung – Wir sagen DANKE für den Support!

Aber da war noch ein Paket aus Utah – Saltlake City— Ah unsere Aufkleber .. die Nate für uns hat machen lassen. Ein bisschen groß für ein paar Aufkleber, das Päckchen. Also schnell mal aufmachen und reinschauen… da blinkt uns ein kleines orange/schwarzes Gerät an! SPOT steht drauf… wie geil ist das denn?? Nate hat uns einen Spot geschickt. Wer dies nicht kennt, hier zur Erklärung: Spot ist ein Unternehmen, welches sich auf auf Lokalisierung und Tracking spezialisiert hat. Dieses kleine Gerät ist also ein Satellitentracker mit drei wichtigen Funktionen. 1. OK Button- dies sendet eine „Uns geht es gut Nachricht“ mit Geodaten an eine Liste von Telefonnummern und Emails. 2. der Help Button- dieser sendet eine Nachricht an die selben Leute wie der Ok Button mit der Bitte um Hilfe und den Geodaten. 3. der SOS Button-dieser verständigt die Polizei und Rettungsdienste mit den Geodaten zum bergen und oder helfen. Wir wünschten uns dieses Gerät schon eine Weile und Nate wusste das. Was eine grandiose Überraschung! Vielen Dank Nate! Du hast uns eine riesen Freude gemacht. See you soon! Die vierte Funktion ist toll für die Homepage, denn nun muss ich nicht mehr per Hand unseren Bestimmungsort und Routenverlauf eintragen. Dies übernimmt nun unser SPOT. In den nächsten Wochen könnt ihr unter NEWS / Bislang gefahren die aktuelle Route sehen und verfolgen.

Danke Nate, dass du das möglich gemacht hast.

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Und Danke noch mal an das ganze Touratech USA Team für eure Hilfe und Debbie und Donn für eure Unterstützung und dafür, dass wir mit euch wohnen durften.

Auch unseren Freund Paul Smith haben wir hier wieder getroffen und die Zeit wieder sehr genossen. Paul werden wir in den nächsten Wochen noch öfter sehen.. Wie zum Beispiel beim HU Meeting in Kalifornien, wo wir unsere erste Präsentation auf englisch halten…freu mich drauf, bin aber heftig nervös.

Wenn ich es schaffe, packe ich ein kleines Video dazu von dem Parkur hier auf dem Grundstück. Da Claudia noch in Behandlung ist nach Ihrem Sturz, werden wir so ab Donnerstag / Freitag (15.08.2014) weiter gen Süden düsen.

So ! Das waren jetzt doch mehr als 1-3 Sätze…..

Lasst es euch gut gehen, bis die Tage mal

Mirko

Mehr Bilder zu diesem Teil der Tour HIER

More Pictures from this Area HERE

 

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