Erste Eindrücke – New York / Manhattan

Was mir so auffällt…

Nun sind wir tatsächlich in Amerika….USA…Land der unbegrenzten Möglichkeiten… Unsere Reise hat begonnen.

Die erste Woche liegt hinter uns, die ersten Eindrücke konnten gesammelt werden.

Ich hatte ein wenig Sorge vor dem Einreisen in die USA…Was haben wir alles gelesen...stundenlanges warten, jeder Laptop würde aufgemacht, angeguckt, jedes Handy in Ruhe durchforstet werden. Und wir? Wir hatten schließlich all unser Technikzeugs im (Hand-) Gepäck und hatten uns daher auf ein stundenlanges Einreiseprozedere eingestellt….aber garnichts. Ja, die Polizisten wirken auf den ersten Eindruck schon sehr ernst…und es gibt so viele davon hier…aber eigentlich, nachdem sie von mir angelächelt wurden, wurden auch deren Gesichtszüge lockerer und manchmal sieht man auch ein kleines Lächeln auf deren Gesicht. Auch die Leute bei Fedex oder beim Zoll, als wir unsere Motorräder abgeholt haben. Erst hast du das Gefühl du störst, wenn du was fragst, wirst du weggesperrt…aber sobald die merken, dass du nichts schlimmes willst und evtl. sogar freundlich bist, sind sie gaaanz normal..lächeln zurück und sind selbstverständlich hilfsbereit. Die gucken glaub ich alle nur so ernst, aber böse sind se wirklich nicht 😉 Also garnicht so schlimm, wie das, was ich erwartet hatte. Ich für meinen Teil fühle mich auch nicht erdrückt von der ganzen Polizeipräsenz oder ähnlichem…eher beschützt. Robert, unser Gastvater für die erste Woche in NY, Baldwin, erzählte,dass NY City früher eine wirklich gefährlich, kriminelle Stadt gewesen sei…aufgrund der hohen Polizeipräsenz habe sich dies aber sehr geändert.

New York City ist eine beeinruckende Stadt. Beeindruckend, gigantisch, riesig, laut und voll. Nur bitte niemals einen Unfall in Manhattan haben. Jeder ist sich hier selbst der nächste….heisst: es macht niemand Platz für einen Krankenwagen oder Polizei mit Blaulicht. Die bleiben einfach stehen die gelben Taxen bis es grün wird. Allerdings fahren sie aber auch dann nur ihren Weg…und der Krankenwagen darf hinterherfahren! Die Menschen hier sind so unterschiedlich, so interessant. Jeder, zu dem wir auch nur ansatzweise Kontakt hatten, ist uns freundlich entgegen getreten. Und selbst wenn wir den typischen Touristenfehler gemacht haben und einfach inmitten des allgemein fließenden Menschenstromes anhielten um irgendetwas zu bestaunen,waren es diejeniegen, denen wir den Weg versperrt haben, die freundlich excuse me please gesagt haben.

Die Unterschiedlichkeit der Menschen in Manhattan ist wirklich toll…die meisten scheinen in Eile zu sein, wirken ernst…aber Typen von Mensch finden wir hier von hipp und stylisch über abgerutscht und dreckig, von Otto Normalo über Verrückter geht es nicht, von Frauen in Highheels,die einen 2000 Dollar Kinderwagen vor sich herschieben, über Polizisten mit Rastalocken. Unheimlich viele Jogger, nicht nur im Central Park…Hunde,klein, groß…manche mit rosa Hemdchen an,manche im Hundewagen, manche ganz normale Hunde. In New York City scheint der Labrador die beliebteste Hunderasse zu sein (versteh ich gut)…ja, oder halt die kleinen, die man gut anziehen kann. Und trotz all dieser Gegensätze, trotz tausender Touristen…die Stadt ist unheimlich sauber. Also tatsächlich liegt in Dortmund mehr Müll auf der Straße rum. Raucher gibt’s hier nicht so viele…vielleicht wirkt es aber auch nur so…aber selbst Zigarettenstummel liegen niergens rum. Für uns als Raucher ein bisschen komisch. Das in allen öffentlichen Gebäuden Rauchverbot herrscht, kennen wir ja, aber das selbst das Rauchen auf der Straße irgendwie komisch ist, ist ungewohnt. Wohin also mit den Stummeln?- Einfach auf der Straße austreten trauen wir uns hier garnicht…also nutzen wir halt die vielen Mülleimer, die eigentlich an jeder Ecke stehen.

An jeder Ecke steht auch ein mobiler Imbissstand…von Hotdog über Falafel – alles vorhanden. Nur Döner gibt’s hier nicht an jeder Ecke…eigentlich garnicht. Hier beherrscht eher asiatisches, amerikanisches Fast-food das Bild. Allerdings sollte man von den einfach ausgestatteten silbernen Imbisswagen nicht darauf schließen, dass das Angebot auch entsprechend günstig ist. Je nach Standort variieren die Preise immens.So kostet eine 250ml-Flache Cola an einem Imbissstand nähe des Central Parks 4 Dollar…ein paar Meter weiter, irgendwo auf der 7th Av. nur 2 Dollar. Dazu kommt glaub ich aber auch der Touristenpreis. Überall stehen ja diese Hotdog Wagen…also wollten wir dann am 3.Sightseeing Tag unten in Downtown Manhatten, in der Nähe des Museum of american Indians auch mal ein Hotdog testen. Wir hatten schon viele Hotdog Stände gesehen, wo ein Hotdog 1 Dollar kosten sollte….also gingen wir davon aus, dass ein Hotdog wohl ein günstiger Snack sei. Hmmm..wir wurden gefragt,welche Wurst… normal,spicy oder big…wir wollten spicy…welche Soßen? -Senf und Ketchup bitte…und der Typ sagt 12 Dollar. Was?? 12 Dollar für 2 Hotdogs? Ja,alles sei richtig..der spicy Hotdog sei teurer als die anderen…ok…wieder dazu gelernt. Vorher fragen 😉

Innerhalb der Metro haben die Amis übrigens n richtig gutes System wie ich finde..du bezahlst 2,75 Dollar (ca. 1,99€) und kannst dann zwei Stunden das Metronetz nutzen…du musst halt immer durch diese Drehkreuze…Metrokarte durchziehen – Durchgang frei! Dadurch sparen sich die Städte die Kontrolleure und es ist so gut wie ausgeschlossen, dass du schwarzfahren kannst. Klar,kann man auch ne Metrocard für ne Woche kaufen (ca. 30Dollar), da wir aber nur 2,3 Fahrten mit der Metro gemacht haben (weil schließlich siehst du interirdisch nichts) hat sich das für uns nicht wirklich gelohnt.

Generell ist es aber definitiv teurer als bei uns…unabhängig vom starken Euro fällt auf,dass es hier bis auf Brot nichts unter 3 Dollar gibt. Ein ganz einfaches Mikrowellengericht ca.3 €..Selbst eine Schale Frischkäse, Salami, Käse, Getränke,Waschmittel…Preise bei denen ich immer denke „What??“

Aber gut, vielleicht fällt mir das auch nur so auf, weil ich schon in Deutschland, in einem selbst im Vergleich zu europäischen Nachbarn günstigen Land auf den Preis achte….aber gut, vielleicht ist es eher crazy, dass es bei uns Käse für 99cent gibt etc…

Gut, ich werd mich dran gewöhnen müssen…und denke, dass es noch ein bissl erträglicher wird…es heißt wohl nicht umsonst, NY City sei die teuerste Stadt in diesem Staat..gut…eine Woche kann man das gut aushalten…Dann geht’s weiter Richtung Niagarafälle. Schade eigentlich…zum Einen weil ich das Gefühl habe, gerne mehr sehen zu wollen, zum Anderen weil die Familie, bei der wir hier untergekommen sind uuunheimlich nett ist. Garnicht oberflächlich,sondern herzlich und aufgeschlossen und sehr hilfsbereit. Morgens sitzen wir in der Regel bei Kaffe und Frühstück zusammen und haben so die Möglichkeit über alles Mögliche zu reden. Sie gewähren uns völlig offen einen Einblick in das amerikanische Leben und sind ebenfalls sehr interessiert an uns und Deutschland. Ich hab beide, Robert und Norma bereits ins Herz geschlossen und denke, wenn nur die Hälfte der Menschen, die wir noch treffen werden, so nett sind- kann uns nichts passieren.

Apropos passieren…die Tiere hier sind auch mal ganz anders. Die Hummeln sind hier so groß wie unsere Hornissen und sehen auch anders aus. Die Mücken sind, wie die Wolkenkratzer, riesig und die vielen Eichhörnchen sind grau, nicht rot wie bei uns. Das nächste woran ich mich gewöhnen muss, ist nicht in jedem Menschen der aussieht als würde er einem Gangsterfilm entspringen auch einen Gangster zu sehen. Es ist scheinbar typisch amerikanisch, dass die Leute hier in dicken, fetten Autos rumfahren, laute Hiphop oder Raggamusik aus dem Auto schallt und sie dich beim Vorbeifahren freundlich lächelnd anblicken. Gewöhnungsbedürftig, aber cool. Gut, ich steh auch auf Hiphop Filme 😉

Also kurz und gut – mir gefällt der erste Eindruck. Sogar das Meer ist umme Ecke. Das was ich bis jetzt gesehen habe beeindruckt mich und für alle, die es sich nicht vorstellen können…guckt euch King of Queens, Sex in the City oder sonst irgend ne amerikanische Serie an…dann wisst ihr,wie es hier aussieht.

Die nächsten Eindrücke werde ich euch dann mitteilen, wenn wir on Road sind…mal gucken, was ich da so alles aufnehmen kann.

Bis bald

Claudia

 

 

 

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