Canada is calling – Calgary, Stampede – Rodeo & Offroad Trip

So ging es Ende Juni weiter Richtung Kanada –  Calgary war die nächste Stadt die wir ansteuerten, doch zuvor ging es noch zum Glacier National Park und Allem dazwischen.

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Mountain Lion (Puma)

Wir verließen den Campground  am Seeley Lake in Richtung Flathead Lake. Die Gegend ist schön, immer mal wieder Berge, Seen, Flüsse und leider seltener Kurven… ohhhhh man, ein bisschen mehr Kurven dürften es schon sein. Aber ich sage dann zu mir, die Kurven kommen noch früh genug.. es sind gerade mal 7 Wochen von knapp 18 Monaten…. also alles im grünen Bereich. Und während ich so über die nicht vorhandenen Kurven nachdenke und mir Jonny Cash auf die Ohren dröhnt, sehe ich plötzlich eine braunes Tier links aus dem Busch kommen. Ich fahre so knapp 60 MPH also nichts wie in die Bremsen. Bei dem zweiten Blick sehe ich, dass es ein Mountain Loin ist – Puma, Kuguar, Silberlöwe  – mir bekannt als Puma. WOW was ein besonderer Moment! Aus Dokumentationen auf NetGeoWild weis ich, dass es mehr als selten ist dieses scheue Tier zu sehen, was ein Glück also… doch es schockte mich zuerst einmal, denn knapp 70cm Schulterhöhe und eine Länge inkl Schwanz von knapp 2.45m  ist schon nicht ohne, zudem sind diese Wildkatzen… sagen wir mal gefährlich ?! Also gut, dass es in Front von meinem Motorrad war und nicht mitten drin. Der Puma überquerte die Straße total unbeeindruckt von mir ruhig und gelassen. (Der Puma (Puma concolor) ist eine Katzenart Nord– und Südamerikas. In seinen Heimatländern ist er unter zahlreichen weiteren Namen bekannt; für viele davon gibt es auch im Deutschen eine Entsprechung: SilberlöweBerglöwe oder Kuguar (engl. cougar, aus frz. couguar). In den Vereinigten Staaten wird er auch panther genannt; ein Name, der im Deutschen hauptsächlich für Leoparden und Jaguare mit Melanismus verwendet wird. Der Name Puma ist aus dem Quechua entlehnt. Quelle Wikipedia)

 

Der Flathead Lake liegt direkt bei Bigfork, einer kleinen, aber hübschen Stadt. Die Mainstreet Downtown ist ganz im WesternstilCanada-I-3Glacier-Calgary-2Glacier-Calgary-1 – nett, jedoch auch ein wenig touristisch.. aber irgendwie sind wir ja auch Touristen, also kann man sich das ruhig geben. Der Campground ist klein. 17 Plätze und wir bekommen wiedermal den letzten. Der Campground ist auf einem Berg gebaut, Berg ? sagen wir Hügel… und unser Platz ist oben direkt in einer Steilkurve in mitten von Bäumen und Gebüschen, das heißt keine Sonne 🙁 doch nur 2 Minuten geradeaus den Hügel runter liegt der See. Er ist gr0ß und hat sauklares Wasser. Auf der Campgroundseite gibt es keinen Strand, die Felsen des Hügels reichen jedoch bis in den Lake, es sieht ein wenig so aus wie in Kroatien.

Da wir Samstag haben versuchten wir für Sonntag eine Möglichkeite zu bekommen, unser Studio in einer Kirche aufzubauen. Wie und ob und dies gelang: mehr dazu hier

Von Bigfork aus ging es weiter Richtung Glacier NP. Unser Weg führte durch das Indianerreservart „Hungry Horse“. Von dort aus waren es nur noch wenige Meilen bis West Glacier, einem Glacier-Calgary-3der beiden Haupteingänge zum Glacier. Wir fuhren den HYW 2 bis zum Eingang. Wir wollten wissen ob die „Going to the Sun Road“ endlich offen ist. Diese Straße soll die schönste Straße des Parks sein, aber leider werden wir uns davon nicht überzeugen können. IMMER noch aufgrund des Schnees geschlossen! Also fuhren den HYW 2 weiter Richtung East Glacier.

Und wisst ihr was?!- Der HYW 2 hat Kurven ! Yeehaa Kurven… oh mann habe ich die wiedermal vermisst. Nach ein paar Meilen sehen wir das KOA Schild, welches heißt Glacier-Calgary-9es gibt einen Campground mit Duschen (for free), Wifi und allem Anderen. Aber eigentlich mögen wir diese Plätze nicht soooo sehr, du bist mit lässigen 40$ für ein
Stückchen Wiese dabei… wenn man den aber auf den übrigen Campingplätzen fürs Duschen zu bezahlenden Betrag X2, zu den nur 20$ der andern Plätze dazu addiert ist es wieder günstig… ausserdem habe ich immer  noch die Hoffnung, dass die Straße geöffnet wird… oben am Pass müssen Unmengen von Schnee liegen… die würde ich schon gerne sehen, ebenso wie den Gletscher ansich. Also bleiben wir. Der Zeltplatz an sich ist super, direkt am Fluss mit klarem türkisen Gletscherwasser…. und ja die haben sogar einen beheizten Pool… Beheizt ? Ja, auf sagen wir mal 20 Grad… das ist für uns wie ohne Heizung -brrrrrrrr nix für mich … ab 28-30 Grad fühle ich mich erst wohl…
Die „going to the Sun Road“ ist weiterhin Geschlossen, so geht es weiter Richtung East Glacier…der nächste Campground hieß „Two Medicine“. Das war dann mal ein richtig schöner Campground in mitten der Berge mit Bergsee, schneebedeckten Gipfeln.. und einer ca 13 Meilen langen, kurvigen Anfahrt … Es ist wieder einer dieser Selbstregistrierungsplätze – du suchst dir den schönsten Platz aus, schmeißt deine Klamotten drauf und fährst zurück zum Eingang um dich einzuchecken. Auf diesem Weg lief mir dann auch der Rancher über den Weg. Wie immer frage ich nach Bären. Er sagt “ no Problems with Bears, today we have 2 Grizzlys right there“ was heißen soll, knapp 200 Meter weiter hinten ist eine Grizzly Mutter mit ihrem Kalb…. und läuft seit zwei Tagen dort rum! Und eine Woche davor lief ein Grizzly über den Platz…. aber er endete mit den Worten, also nein, wir haben kein Bär-Problem… hmmm das war jetzt nicht unbedingt das was ich hören wollte… zum Abend hin wagten wir uns über eine Brücke auf das Gelände wo die Grizzly Mama rumturnt … allerdings mit Bearbell und Bearspray, ein großes Schild wies drauf hin, dass das Betreten ohne diese Dinge nicht erlaubt und gefährlich sei… also nahmen wir es mit. Wir haben ausser einer Elchkuh mit Kind jedoch nix wildes gesehen.

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Falls ihr mal in Richtung Glacier NP unterwegs seit, kann ich euch diesen Campingplatz mehr als empfehlen! Da die „Going to the sun Road“ immer noch geschlossen ist, bleibt uns nix übrig als zumindest bis dorthin zu fahren, wo die Sperrung dann tatsächlich ist. 16 Meilen der Straße vom Ost Eingang ist frei gegeben, also starten wir. Die ersten Meter gingen an einem Bergsee entlang, der zu dieser frühen Tageszeit komplett glatt war und eine perfekte Reflexion der umliegenden Berge wiederspiegelte! Unglaublich schön… ich frage über Bluethoot, ob wir kurz anhalten sollen, um ein Bild zu machen, „ach das können wir auf dem Rückweg machen“ höre ich als Antwort. Ich sage euch… wenn ihr etwas seht was ihr fotografieren möchtest, macht es jetzt!  nicht später :-), denn wie sollte es auch anders sein?! auf dem Rückweg war der Wind wach und der See unruhig. Die 16 Meilen bis zur Sperrung waren zu 60% nasser Schotter,  40% Baustelle…. also nicht wirklich schön zu fahren, wir fuhren in einer Art Kolonne bis zum „Road Closed“ Schild. Von dort soll man den Gletscher fotografieren können. Das sieht dann so aus :

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Es ist wirklich schade das wir genau diese Zeit hier erwischen– denn ich weiß von Bildern was einen erwartet, wenn man durchfahren kann – schade.

Am 3.7 wollen wir in Calgary sein; also machen wir uns zwei Nächte später wieder auf. Die ersten Meilen vom Glacier NP  Richtung Grenze sind nett, immer mal wieder schöne Schräglage und Möglichkeiten das Bike, Bike sein zu lassen… -) Wir fahren über die Chief Mountain Border. Wir rollen langsam auf den Grenz-Übergang zu und ich stoppe hinter dem Auto welches gerade abgefertigt wird. Der Zöllner wirft mir einen bösen Blick zu, lehnt sich aus dem Fenster und verweist mich ziemlich klar hinter die weiße Linie — knapp 5 Meter hinter mir, uppps habe ich wohl nicht gesehen… naja das fand zumindest er nicht wirklich lustig, so dass dieser Grenzübergang zu einem Interview wurde. Was wir arbeiten, wie viel geld wir haben, wo genau wir hin fahren wie lange usw usw…ich und die Beamten… keine Ahnung warum immer mir so etwas passiert, evtl. sollte ich als zweiter fahren wenn es zu den Grenzen geht 😛 .

Glacier-Calgary-13 Glacier-Calgary-14„Welcome to Alberta“ begrüßt uns ein großes Holzschild…und daneben startet der HYW — und du kannst knapp, keine Ahnung bis zum Horizont gucken!  Der HYW hat nicht eine Biegung! Nix – wie ein langes gerades Holzbrett liegt er vor mir… YES.. 50 Meilen geradeaus… ahhhhhhhhh! Also Tempomat an, und los geht´s. Wir sind verabredet, Treffpunkt ist Blackfoot Motorsports in Calgary gegen 17:00. Michael Brown, den ich nie persönlich getroffen habe, hat den Kontakt zu Blackfoot hergestellt und uns eine Übernachtungsmöglichkeit bei Tobi und Joanna organisiert.

Tobi arbeitet bei Blackfoot und kommt eigentlich aus Deutschland. Tobi erwartet uns bereits, als wir pünktlich wie die Maurer eintreffen. Blackfoot Motorsports ist für deutsche Verhältnisse ein gigantischer Motorradhändler der bereits seit 1970 dort existiert. Blackfoot vertritt reichlich Marken und alles ordentlich. Kein mixmax oder so, schön sortiert, und organisiert. Wir bekommen eine Führung und werden einem der Geschäftsführer vorgestellt. Jason, der für den technischen Bereich zuständig ist. 10471024_269642193221730_3900166049164307526_n10531379_863753550319659_1871128830898768536_oFür Samstag den 5.7 ist ein Meet & Greet angesagt, Blackfoot  hat diese Veranstaltung bereits bekannt gegeben und Flyer und Poster gemacht. Als wir zum Abend bei Tobi zu hause ankommen, sind noch 3 weitere Motorradreisende dort. Sam, Claire and Charles aus England. Claire & Sam haben bereits Africa bereist auf ihren KTM´s und sind erfahrene Reisende. Auch die beiden haben ihren Reisen einem guten Zweck gewidmet. Infos dazu unter: http://www.chasinghorizons.co.uk . Tobi´s Garage ist also voll mit Motorrädern… hmmm da fühl ich mich direkt heimisch… 🙂 zum Abend gibt es BBQ. Am nächsten Tag machen wir einen kurzen „Gravel Ausflug“ – Tobi ist Instruktor für BMW- Motorrad Trainings und das sieht man direkt! Er bewegt seine 1150 GS ADV wie ein BMX … unfassbar. Herzlichen Dank an Tobi und Joanna für eure Gastfreundschaft und Zeit! Wir haben uns sehr wohl gefühlt bei euch!

Am Samstag ist dann ab 9:00 Aufbau bei Blackfoot angesagt, wir stellen natürlich auch unser Studio auf, und können an diesem Tag 251CA$ sammeln, unzählige gute Gespräche führen und hatten einen super Vormittag. Auch der ortsansässige Chapter der CMA kam auf ein Bild und Talk rum, das war eine Überraschung… 🙂

Mehr zum Samstag und den Bildern hier.

Gegen 13:30 tauchen dann auch Tobi und Joanna auf-wir wollen zum Stampede,  dem größten Rodeo weltweit. Es soll sogar die größte Outdoorveranstaltung weltweit sein. Man kann sich das vorstellen wie das Oktoberfest, etwas größer und statt Lederhosen und Trachten, Cowboyhütte und Blue Jeans. Die Stimmung dort ist toll und es gibt Einiges zu sehen. Es ist schon beeindruckend was Reiter und Pferd leisten können. Man kann sich in verschiedenen Arenen diverse Dinge ansehen, z.b. wie 3 Reiter 3 Kühe aus einer Herde picken und in einen eingezäunten Bereich bringen. Die Kühe haben Nummern am Rücken und die 3 Reiter bekommen dann die Aufgabe z.B. alle Kühe mit der 8  aus der Herde zu bekommen – das schnellste Team gewinnt. Natürlich gibt es auch Bull,- und Horse-Rodeo, Kutschen rennen, Pferderennen und vieles mehr. Teilweise kämpfen die Reiter um horrende Gewinnsummen. Rund um die Arenen gibt es dann Fahrgeschäfte und Schießbuden sowie etliche Getränkestände.  Ein Besuch dort ist jedoch nicht gerade günstig. Eine Dose Bier oder Eistee  7$, ein Hühnchenspieß 18$ usw.. zum Abend hin beginnt dann die große Show mit Livemusik, Comedian´s, Tanz und vielen mehr. An diesem Abend ist Hauptact „Loverboy“. Ich kenne diese Band nicht, ist aber eine der bekanntesten in Kanada… die Show wird mit einem riesen Feuerwerk beendet, dann heißt es Taxi-Hunting, denn alle wollen anschließend nach Hause, und da das eigene Auto dort zu parken a. zu teuer und b. kaum platz ist fahren die meisten mit dem Taxi.. nicht einfach eines zu bekommen… Ellenbogen raus und los geht es .. ist die Devise..

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Die Stampede Crew, Claire,Charles, Sam, Claudia, Mirko, Tobi, Joanna.

Über Facebook habe ich davon erfahren, dass in den USA jemand auf einer Suzuki V-Strom 1000 (2014) eine art Promoter macht. Paul Smith ist sein Name, er ist Senior Editor beim ADV Magazin. Ich habe ihn angeschrieben, da er eine ähnliche Route fährt wie wir und eben auch dieses tolle Motorrad promotet. Paul war begeistert von unserer Tour und wir verabredeten uns. So kam es, dass Tobi und Joanna noch einen Gast bekamen – Paul.

Paul ist schon so ziemlich überall auf der Welt gewesen, ob mit Rucksack oder Motorrad..ein echtes Travel Urgestein… so bekamen wir alle am ersten Abend reichlich interesannte Geschichten zu hören. Wir werden nun versuchen immer mal wieder ein paar Meilen gemeinsam mit ihm zu fahren. Doch jetzt erstmal fährt Paul hoch in den Norden Alaskas… Paul beabsichtigte ein Interview mit uns, zu unserem Projekt, und zu der Tour zu führen. So haben wir uns einen Abend vor die Garage gesetzt und über alles geredet. Paul ist ein toller Typ und ich freue mich ihn nun in meinem Freundeskreis zu haben.  Sicher ist: wir werden uns spätestens in LA wieder sehen, denn dort wohnt er…

Die 12.000er Inspektion stand an, Tobi sprach mit Jason (einem der Inhaber), ob ich die 12.000er in der Blackfoot Werkstatt selber machen kann. So kam es, dass ich dann zwei Tage später den ganzen Tag in der riesigen Werkstatt von Blackfoot verbracht habe, um den Service an beiden Bikes zu machen. Immer mal wieder bekam ich eine helfende Hand von einem der Mechaniker oder Tobi. Ich habe mich dort wohl und willkommen gefühlt. Am Ende des Tages, entschied Jason, dass wir auch die Teile, und Öle nicht bezahlen müssen! An dieser Stelle noch mal Vielen Dank für den Support!  Herman Cornelson von Heidenau Canada, machte uns dann noch einen super Preis für zwei neue Hinterreifen, denn diese waren nach nun fasst 12.000 km runter… auch ein riesen Dankeschön an Herman!  Die Reifen haben wir dann einen Tag später aufgezogen…Mittwoch denke ich war das. Da wir alle, also wir und Paul dann am Donnerstag starten wollten, also mittags wieder zu Blackfoot, Räder ausbauen. Als ich da so fleißig am Schrauben war, sprach mich jemand an..Dave sein Name. Er fuhr eine nagel neue F 800 GS die ebenfalls zum Service dort war. Wir kamen ins Gespräch und stellten fest, dass wir bereits gemeinsame Bekannte haben und er letztes Jahr einen Deutschen für eine Woche bei sich hatte, Matthias … wir erzähltem ihm das der selbe Matthias eine Woche vor Ablfug bei uns übernachtet hat… wie klein die Welt doch ist… Calgary ist eine Millionenstadt und dennoch trifft man dann genau diese Menschen. Dave ist zudem mit Steve befreundet; dieser wiederum ist ein guter freund von Paul… na ? schon verwirrt 🙂 ok, soll heißen dass die Traveler Welt klein und irgendwie familiär ist… Aber wie dem auch sei, Dave´s Mutter hat eine Farm knapp ne Stunde ausserhalb von Calgary und wir können dort auch noch ein paar Tage verbringen… hmmm? Pferde, Ruhe, Farmarbeit… klingt gut! Also auf… aber zu erst war ein BBQ bei einem anderen Freund von Dave angesagt, Bryan (genialer Musiker) und auch Chipp ein weiterer Freund war dabei..alle fahren Adventure Bikes und lieben Gravel.. Was wir nicht wussten war, das Bryan nicht einfach grillt, sondern Geburtstag feiert.. ohh je was nun?? Ich kramte in meinem Tankrucksack und fand ein Bananenbrot was eigentlich zu Mittag gedacht war, Happy Birthday Bryan… ich glaube, das fand er erstmal schräg… 🙂

Der Abend war super und wir unterhielten uns über Schotterpisten und schwere Enduros…Dies hatte dann zur Folge das wir einen Tag später eine 250KM Gravel Tour machten. Für mich die längste, schnellste und anstrengendste Tour bislang. Mir war nicht bewusst, dass man 120-130kmH auf Gravel ohne Probleme fahren kann… um so schneller, desto sicherer fuhr sich die V-Strom auf Gravel.. so fuhren wir in die Berge (Rockies) ca. ne Stunde von der Farm entfernt und ab da nur noch Gravel & Offroad… Bryan ist ein Gravel Spezi. Er fuhr so schnell, dass ich ihn nach kurzer zeit schon nicht mehr sehen konnte… ich bin überwiegend um 100 KMH gefahren…das war mir schnell genug 🙂 Die Landschaft hier fern ab der Zivilisation war großartig. Immer mal wieder schock Momente wenn der Gravel schlagartig in 10cm dicke schottersandmischung wechselte und das Bike hin und her schlingerte…wenn du an so einem moment in die Bremsen gehst ..wird es unhaltbar..selbst das einfache zurückdrehen des Gasgriffes reicht schon aus um ins Schlingern zu kommen, doch dein Gehirn sagt dir genau das! Also muss man sich zwingen den Hahn auf zu drehen uns schwups wird es wieder stabil. Was ich nun sagen kann ist, dass die V-Strom trotz 19″ Vorderrad und Gussrädern sehr wohl Offroadtauglich ist. Schwachpunkt ist lediglich das nicht abschaltbare ABS, was dazu führt das der Bremsweg deutlich länger wird. Ich habe also kurzerhand die Sicherung gezogen und das ABS lahm gelegt. Riesen Gaudi.. die Videos dazu gibt es hier. Die Musik der Videos stammt übrigens von Bryan und passt, wie ich finde, perfekt zu den Movies..

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Calgary hat wirklich alles was das Herz wünscht. In Calgary ist eine Motocross und Enduro-Anlage – riesen groß und mit Blick auf die Wolkenkratzer Downtowns. Hier tummelt sich alles was irgendwie mit Offroad zu tun hat, Enduro, Hartenduro, MX, Motocross. Die Anlage ist unweit von Blackfoot Motorsports, so lag es nah, dass wir zumindest um es uns mal anzusehen hin fuhren. Die Anlage ist riesig, 3 Voll Motocross Strecken, 1 BMX Strecke, ein Enduro und Hartenduro Bereich und wie gesagt immer mit Blick auf Downtown. Für mich persönlich die beste Anlage die ich je selbst besucht habe.

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Alles in allem ist Calgary ein Spitzenplatz um 1-3 Wochen Pause zu machen und die Gegend rundherum ohne Gepäck zu erkunden Die Motorrad Adventure Szene hier ist riesig und Anschluss an die Locals bekommt man in null Komma nix… Die Gastfreundschaft ist atemberaubend, die Leute hier einfach genial, freundlich, aufgeschlossen – Calgary & Calgary People – 10 Punkte!

Heute ist der 20.07.14 und wir sind immer noch auf Mary´s Farm… so langsam merke ich, dass ich wieder auf die Straße will, so schön das auch alles hier ist. Montag ist Aufbruch angesagt, es geht Richtung Banff, Jasper, südliches BC, Vancouver und Vancouver Island. Wobei Banff noch mit großem ? denn das Feuer ist immer noch sehr aktiv.

Bis dahin wünsche ich euch eine gute zeit…..

Zwischendurch sind dann 1 statt 100 PS angesagt  oder eben doch einiges mehr.

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Bilder sind nach Datum ABSTEIGEND sortiert.

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