Badlands to Sand Dunes and between..

Nach dem wir Diamond Willow verlassen haben, ging es Richtung Badlands National Park und anschließend Richtung Black Hills.

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Not – the Badlands

Die Bandlands haben wir recht schnell erreicht, stetiger Begleiter war Herr Regen; der meinte nämlich bei uns bleiben zu wollen. Kurz vor den Badlands machten wir einen kleinen Break und fuhren links in eine Gravel Road…Siehe da! Ob das schon die Badlands sind ?

Sicher ist: Bei uns in Deutschland wäre hier eine Kasse oder zumindest ein Zaun; Hier jedoch kannst du einfach reinfahren und genießen…Etwas unwirklich die Landschaft hier. Weiter gehts Richtung Parkeingang. Wir fahren wie schon seit Beginn unserer Tour nur kleine Straßen und vermeiden jegliche Autobahn. Nur auf diesem Wege finden wir diese abgelegenen Plätze und den Kontakt mit Amerikanern. Wer nur stupide den Highway lang brettert, ahnt nicht was er verpasst 😉 Wir reisen statt rasen..

 

Die Badlands sind beeindruckend unwirklich, schön und für uns Europäer groß; denn an sich sind die Badlands nur ein kleiner Park, den wir zu Beginn nicht mal auf dem Schirm hatten, da aber die Dimensionen hier eh anders sind, ist dieser Park in meinen Augen schon recht groß. Wir fahren eine frisch gemachte Straße, in der sich Kurve an Kurve reiht..man, habe ich das vermisst -Kurven..Ich kann gar nicht genug davon bekommen, die V-Strom lässt sich derart schön bewegen dass ich am liebsten nur noch Kurven fahren wollen würde.

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Beware!

Hin und wieder halten wir an um Fotos zu machen oder ein paar Meter zu laufen, da wir aber noch keinen Campingplatz gefunden haben, sparen wir uns längere Wanderungen…was mir nicht gerade ungelegen kommt 🙂 ich fahre lieber …  Ausserdem verheißt dieses Warnschild nix gutes.

Interessant ist auch wie die meisten Besucher / Touristen die Parks abfahren. Es wird hin und wieder angehalten, ein Foto aus dem Auto geschossen und weiter…und ich dachte schon, ich wäre faul.

 

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Am Ende der Badlands wartet die Touristen Stadt Wall. Wall bietet alles was eine Tourie-city braucht: Ein Motel nach dem Anderen, zum Schlafen aber trotzdem nett, also buchen wir uns in eines der zahlreichen Motels ein. Die Motelpreise sind selbst hier im touristischen Wall ok, knapp 59€ die Nacht inkl. Frühstück…

Am nächsten Morgen soll es weiter Richtung Black Hills gehen. Wir entschließen uns wieder nur Backroads zu fahren, diesmal heißt das jedoch 30 Meilen Schotterstrecke. Und weil das ja nicht schon anstrengend genug ist, bekommen wir wiedermal Besuch von Herrn Regen und das auf offener Prärie! Na super, Blitze, Donner, dunkle Wolken, Wind… da macht fahren spass … die Strecke wird zunehmend rutschiger und wir passen unsere Geschwindigkeit an. Dies hat zur Folge, dass es nicht wirklich weiter geht….Nach einer Rechtskurve schaue ich plötzlich am linken Straßenrand in ein schwarzes riesiges Auge – ein Büffel steht knapp 2 Meter neben mir!! Da kann man schon ganz schön zusammen zucken – das sage ich euch! Wenn einer dieser Riesen da so rum steht…. Herr Regen will nicht gehen und so langsam sieht man nichts mehr, die Strecke schwimmt, ebenso wir…Ich sehe vorne rechts ein leerstehendes Haus! Wie toll! Also stop – runter vom Moped und schnell unter das Vordach. Gruselig ist es hier, der Himmel schwarz und das Haus offenbar seit Jahren leer.

Als der Regen endlich nachgibt machen wir uns wieder auf den Weg. Die Strecke ist nach wie vor matschig und rutschig, nach weiteren 8 Meilen sind wir jedoch raus aus dem Gebiet und die Straße mit Asphalt hat uns wieder. Eine kleine Tankstelle /  Tante Emma Laden / Restaurant / Casino wird unser Aufwärm-Ort, der Himmel tut so als wenn nix gewesen wäre und strahlt im hellsten Blau. Ein Kaffee, eine Wurst und weiter. Rapid City heißt das Ziel. Wir suchen einen AT&T Laden (Handyguthaben aufladen), sowie ein Outdoorgeschäft. Letzteres ist schnell gefunden und wieder einmal werden einem die Dimensionen klar. Der Laden ist riesig und es gibt für jede Sportart eine Abteilung. Eine Stunde später sind wir fertig, doch als wir rauskommen erwartet uns das gewohnte Himmelsbild: Schwarzer Himmel, Regen uns Wind. Naja es nützt nix; die Zeit läuft und wir wollen noch heute einen Campingplatz für die nächsten 4 Tage finden. Wir fahren Richtung Hill City. Hill City liegt so ziemlich in der Mitte der Black Hills, so dass wir von dort Tagestouren OHNE Gepäck machen können.

Leider sind bislang alle Campgrounds direkt an der Straße. Das geht gar nicht! Also weiter zur Touristeninfo – Super! – „Closed“ – das hat auch noch gefehlt. Wir stehen keine 10 Minuten hier, da hält eine roter Dodge Ram (Pick Up). Drin sitzt ein ca. 60 Jahre alter Mann und spricht uns an. Er fragt ob wir Hilfe brauchen, wir erklären ihm das wir nur einen Stop machen um in der Karte nach Campingplätzen zu suchen. „Was sucht ihr denn?“ fragt er. Naja, einen günstigen, ruhigen & schönen Campinglatz..quasi die Eier-legende-wollmilch-sau – Er überlegt kurz und sagt mit einem verschmitzten Grinsen, „Ach ihr könnt ja bei mir campen, ist knapp 7 Meilen von hier“. Da wir uns mittlerweile schon ein bisschen daran gewöhnen konnten, eingeladen zu werden freuen wir uns und sagen direkt „ja danke, sehr gerne“ Nach knapp 5 Meilen biegen wir auf eine Schotterstraße und fahren diese weitere 2 Meilen. Da sind wir!

Kenny (so heißt der nette Mann) hat hier oben in den Bergen ein riesen Grundstück und beabsichtigt irgendwann hierher zu ziehen. Es ist traumhaft hier! Es stehen ein paar alte Autos, ein Boot, ein Snowmobil und ein paar Gebäude rum. Nachdem wir angekommen sind, lud uns Kenny auf einen Rundgang ein. Er schloss das erste Gebäude auf und —- der Wahnsinn! Alles voller Motorräder! Eines schöner und älter wie das andere, dazu Oldtimer  – ein Männertraum 🙂 es sind überwiegend BSA Dirtbikes, aber auch NSU, Honda, BMW und Yamaha sind vertreten. Die Wände geschmückt mit Bildern und allerhand Modelle oder Krimskrams aus vergangenen Tagen. Es stellt sich heraus das Kenny 63 Motorräder und einige Autos hat. Alles nicht nur zum Sammeln, nein – er fährt seine Schmuckstücke auch und nicht nur bei schön Wetter. Er ist Clubmitglied bei den Gibsys… die vor 74 Jahren die weltberühmte Sturgis-Rallye ins Leben gerufen haben. Damals noch als Attraktion Dirtbike-Rennen .. Ahhhh – da wird mir einiges klar was seine Modelle hier an geht.

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Hall of BSA

Heute ist Sturgis das weltweit größte Motorradtreffen (überwiegend Harley). In der Woche der Veranstaltung wächst die Einwohnerzahl von 1200 auf über 1 Million. Selbstverständlich will ich auch die anderen Gebäude und vor allem deren Inhalt sehen 😉 Die nächste Halle beinhaltet mein persönliches Highlight! Ein 66 GTO in blau metallic. Ein Traum von Auto! Übrigens wird auch dieses Schmuckstück ganz normal gefahren. Ich könnte euch jetzt stundenlang von all den Motorrädern und Autos vorschwärmen .. tu ich aber nicht… die erste Nacht schlafen wir auf Feldbetten in der Garage zwischen dem 44 Ford mit V8 Chevymotor 🙂 und einigen seiner Mopsten.

Später am Lagerfeuer fängt Kenny an uns Geschichten zu erzählen… und was für welche 🙂 es geht über UFOS und Bigfoots und seine Begegnungen mit ihm… nicht gerade beruhigend, da es hier oben mächtig Finster wird. Zudem kommt, dass hier der Berglöwe (Puma) sowie Kojoten und Wölfe leben … na super und hier wollen wir zelten ?  Nach Sonnenuntergang ging dann auch das Heulkonzert der Kojoten los..beeindruckend … und gruselig …

Am nächsten morgen wollen wir einen Ausritt mit Kenny machen. Er hat uns eingeladen, die Offroadstrecken hier in den Bergen zu zeigen. Doch zuvor darf ich eines seiner BSA Dirtbikes fahren! 500ccm Einzylinder! Eine Schönheit … laut, stark und ein riesen Funfaktor! Leider außerhalb meines Budget 😉 Ich fühle mich kurzfristig in die Zeit von James Dean versetzt und rase die Schotterpiste rauf und runter.. doch genug davon; ab gehts auf unsere OFFROAD Tour. Kenny kennt hier jede Ecke und das merkt man schnell 😉 Wir fahren über Wege und Bäche die wahrscheinlich sonst kein Urlauber zu Gesicht bekommt; die Natur hier ist der helle Wahnsinn. Die 3 stündige Tour mit Kenny hatte alles was das Offroadherz benötigt inkl.Flußdruchfahrt 😉 und wir hatten unseren Spaß. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an Kenny für seine Gastfreundschaft & Zeit.

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Heute, 3 Tage später haben wir uns an die Geräusche hier gewöhnt. Wie jeden Abend sitzen wir auch jetzt am Lagerfeuer und genießen das nichts tun. Hier oben gibt es kein Handy oder Internet… einfach nur Nichts … den Tag heute haben wir endlich mal bei guten Wetter von morgens bis abends genießen können. Heute war Büffel gucken im Custer State Park angesagt. Büffel…also ich möchte nicht ins Visier eines solchen Tieres geraten. Groß, einfach groß ist die richtige Beschreibung, aber obwohl sie nicht so aussehen, sind Büffel schnell, können hoch springen und sind sehr wendig! -weglaufen zwecklos. Der Park ist von hier nur knapp ne Stunde entfernt und man gelangt über ausschließlich tolle Strecken dort hin. Und ab da wird es noch besser! So viele Kurven wie heute sind wir in der gesamten Zeit in den USA ,selbst addiert, nicht gefahren. Dazu diese tollen Gesteinsformationen, enge Tunnel, Spitzkehren – alles was das Bikerherz erfreut. Ich kann jedem Motorradfahrer nur empfehlen, wenn er in der Nähe ist die Black Hills und den Custer State Park zu besuchen. Morgen geht es nun weiter Richtung Denver.. also bis die Tage mal….

Weitere 4 oder 5 Tage später haben wir jetzt…. ich bin bislang noch nicht zum Hochladen und Bilder beifügen gekommen..also erzähle ich euch von den letzten Tagen einfach auch noch… von den Black Hills aus zog es uns Richtung Denver, wir sind uns allerdings beide nicht mehr sicher warum Denver auf unserer Karte markiert ist, denn eigentlich meiden wir ja Städte…? Doch zuerst geht es Richtung Wyoming, denn diesen Staat müssen wir durchqueren um nach Colorado zu kommen. Ich kann euch sagen, zumindest dieser Teil Wyomings ist nicht wirklich toll zu fahren. Es ist relativ flach, aber viel schlimmer ist der Wind. Der ist wieder mal so stark, dass es schwer fällt auf seiner Spur zu bleiben. An einer Stelle war es so schlimm, dass ich bis auf die linke Spur geriet und nichts dagegen tun konnte. Die Strecke durch Wyoming ist nur im Sommer befahrbar; im Winter sind diese 200-250 Meilen aufgrund der Wetterbedingungen gesperrt und man muss nen riesen Bogen fahren.

Raus aus Wyoming machen wir einen kurzen Stopp in der Stadt Cheyenne, um zu schauen wo wir eine Unterkunft finden. Fort Collins heißt die nächste große Stadt mit Motels und Campingplätzen… also los – Auf nach Fort Collins. Nach den ersten Metern in Fort Collins ist klar: Dies ist eine sehr schöne Stadt, wenn nicht sogar die Schönste bis hier hin. Mit knapp 120.000 Einwohner eher ne Kleinstadt und extrem hübsch. Genervt von den letzten windigen Meilen ist uns nicht wirklich nach großem Suchen. An einer Kreuzung sehen wir dann ein Schild – Heute BBQ und Musik..hmmmm? das klingt doch gut nach so einem Tag. Das BBQ findet an der Spirit of Joy Church statt und ist nem guten Zweck gewidmet. Die Einnahmen des Tages gehen an die Sky Mountain Ranch in den Rockies, eine Art Jugendherberge mit Programm für Kinder von 7-17. Campen, wandern und vieles mehr. Wir fuhren also auf das Gelände und parkten und da wir schon mal hier sind dachten wir uns fragen wir doch mal den Pastor, ob der nicht Lust hat morgen mit uns das Photo – Projekt zu machen. Der Pastor hieß Jason und fand die Idee super, viel versprechen konnte  er uns nicht, da Pfingstsonntag und somit ein voller Gottesdienst.

Wir fragten auch gleich ob wir unser Zelt dort aufschlagen können, doch seine Idee war besser – wir können einen der Räume im Komplex haben .. super..!

Nach dem Rundgang und zeigen der Räumlichkeiten überlegte er kurz und sagte dann, „ wie wäre es, wenn Ihr bei uns übernachtet?“ tja was soll ich sagen? So gut kann so ein Tag doch noch enden :-). Am nächsten Morgen hieß es früh raus. Der erste Gottesdienst beginnt um 8:30 und natürlich nehmen wir den auch mit. Während des Gottesdienstes sprach Pastor Jason unser Vorhaben kurz an und lud die Leute ein anschließend doch mal zu unserem Photo-Studio zu gehen.

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Mirko, Claudia, Diane, Barry

Die Resonanz war super, wir konnten einige Bilder machen und sage und schreibe 370$ Spenden sammeln. Dafür nochmals vielen Dank. Die zweite Nacht verbrachten wir dann nach einem leckeren Essen im Chinarestaurant bei Diane, Barry und Mary, die uns für die zweite Nacht einluden. Es war ein schöner Abend und mal wieder ein Abschied mit vielen Hugs (Umarmungen) am nächsten Morgen.

Nun ging es endlich in die Berge -von Fort Collins aus konnte man die Rocky Mountains schon sehen (eigentlich, wenn es nicht regnet). Zwischenzeitlich haben wir uns gegen Denver und für mehr Rocky Mountains entschieden. Der erste Park hieß Estes State Park und um dort hin zu gelangen durfte man eine schöne Straße nach der anderen Fahren..herrlich. Kurz nach Estes Park war dann auch schon der Eingang zum Rocky Mountain National Park. Da wir uns in den Badlands die Nationalpark-Jahreskarte gekauft hatten war klar, dass wir jeden auf der Route befindlichen Park mitnehmen 🙂 Ich kann jedem USA Urlauber nur empfehlen diese Jahreskarte zu kaufen; mit 89$ ist man das ganze Jahr dabei und der Clou ist: Sie gilt für zwei Personen.

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The Mountain Man

Rocky Mountain National Park, klingt groß und schön, oder ? Und das ist er auch. Langsam schrauben wir uns auf knapp 4000 Meter hoch, vorbei an Elks und Bighorn Sheeps, und atemberaubender Natur. Die Straße ist neuwertig und es folgt eine Kurve der Nächsten. Auf einem der zahlreichen Parkplätzen knapp vor der Baumgrenze (die hier übrigens 1500 Meter höher liegt als bei uns) stehen Park Ranger und achten auf Ordnung, zudem erklären Sie was man alles so entdecken kann, welche Tierarten dort leben und wie man sich zu verhalten hat. Wer mag darf sich als Mountain-Jäger verkleiden, und auch wer nicht mag darf es 🙂

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No Trash please

Sagte ich schon das Alles größer, weiter und irgendwie beeindruckender ist als in Europa ? Das soll nicht heißen das Europa nicht schön ist, ganz im Gegenteil, aber die Dimensionen hier sind einfach anders. Immer wieder wird vor Bären gewarnt, ein wenig verunsichert uns das ja schon, aber auch wir müssen uns so verhalten, dass den Bären nichts passiert, wie z.b. die Mülleimer nicht bis oben hin voll zu stopfen

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Snow

Ein paar Meter weiter ist der Schnee dann schon gut über 3 Meter… so hohen Schnee im Juni und dazu knackige 17 Grad findet man auch nicht alle Tage. Elks? Kennt Ihr diese Tiere ? Ich konnte Sie nicht wirklich einordnen. Es sind keine Elche, denn die heißen „Moos“, aber auch diese findet man hier. Wir haben leider (oder zum Glück) nur einen mit Kind gesehen.

Aber zurück zu diesen Elks. Die gibt es hier wie Sand am Meer. Für mich am Anfang eine Mischung aus Reh und Hirsch..irgendwie… das Geweih wirft der Elk jedes Jahr ab und braucht gerade mal knapp 7-8 Monate für ein großes neues Geweih. Nachdem ich Frau Google gefragt habe weiß ich nun, dass der Elk auch „Wapiti“ genannt wird. „Der Wapiti ist eine Säugetierart aus der Familie der Hirsche. Er fasst die in Nordamerika lebenden Tiere samt einigen ostasiatischen Unterarten zusammen, die früher allesamt als Unterart des Rothirschs geführt wurden.“ Wikipedia Wir fahren gut 3 Stunden durch den National Park und ich denke, man könnte auch die doppelte Zeit dort unterwegs sein.

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Camp

Der Abend steht vor der Tür, also Campingplatz suchen. Wir finden einen wirklich Schönen (wenn auch nicht billig) mitten in den Bergen.
So kann der Tag zu Ende gehen.

 

 

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Der nächste Tag brachte uns auf unserem Weg nach „Buena Vista“ in den höchsten Saloon  der USA. Das Dorf, welches auch die höchste Boutique hat, nennt sich Alma. Alma liegt auf gut 14000 Fuß, dass sind knapp 4 267,2 Meter- Es ist ein wenig so als wenn das ganze Dorf in den 70ern hängen geblieben ist, ein nettes kleines Hippie Dorf. Buena Vista war keine Empfehlung, nix Geplantes, einfach nur weil es auf dem Weg lag. Buena Vista ist ein kleines Städtchen, in welchem auch viele Leute aus Colorado und Umgebung Kurzurlaub zum wandern machen. Die Natur hier ist wirklich schön. Eine Mischung aus Wild West und Hollywood Mondlandschaft. Wir beschließen hier Halt zu machen und buchen uns auf einen KOA Campground ein. Diese KOA Campingplätze gibt es eigentlich überall wo es etwas zu sehen gibt. Sehr gepflegt, tolle Anlagen, aber mit knapp 40$ auch nicht billig. Man könnte schon für 9$ mehr ins Motel gehen.. aber wer will das schon ? (An manchen Tagen ich!)

Am nächsten Morgen sollte es dann Richtung „Great Sand Dunes“ gehen, da es aber so schön hier ist, bleiben wir eine Nacht länger und beschließen ein wenig den Berg hinter uns zu erkunden. Endlich mal T-Shirt und kurze Hose.. Wetter vom Feinsten.. Nach ein paar Minuten Bergauf war es dann so warm, dass auch das T-Shirt über war. Allerdings war das ein Fehler – weiß ich heute. Sonnenbrand lässt grüßen ! Aber die Aussicht dort oben war es wert.

Nächster Stop hieß „Royal George Bridge“ – die höchste Hängebrücke der USA. Erik Peters gab uns den Tip als wir unsere Route mit ihm besprachen, jedoch hat es sich hier sehr verändert seit dem Erik dort war. Denn vor knapp einem Jahr ist hier alles abgebrannt. Ein großes Feuer hat hier so ziemlich alles kaputt gemacht. So bleibt uns der Zugang zur Brücke verwehrt! Nur über eine kleine Schotterpiste können wir von etwas oberhalb in den Canyon schauen und auch die reparierte Brücke sehen. Wenn man sich die Bilder so ansieht, ist es natürlich schade, dass wir nicht drüber fahren konnten, jedoch ist die Tatsache der Zerstörung schlimmer.

Hinweis zum Feuer: „Ein Waldbrand im Juni 2013 hat alle Gebäude auf der Nordseite und viele Gebäude auf der Südseite der Brücke zerstört. Die Seilbahn, die während des Brandes in einer der Stationen abgestellt war, ist ausgebrannt und das Drahtseil in die Schlucht gestürzt. Die Standseilbahn fiel ebenfalls dem Feuer zum Opfer. 32 Planken der Brücke wurden zerstört und einige leicht beschädigt. Die Brücke selbst ist aber intakt geblieben“ – Quelle: Wikipedia

Von der Royal George Bridge ging es weiter Richtung Great Sand Dunes. Eine Dünenwüste inmitten der Berge. Wenn man sich nur die Dünen ansieht, denkt man, man wäre in der Wüste, jedoch von weiter weg sieht man, es ist ein riesen Sandhaufen vor den Bergen. Der Sand wurde über Jahrtausende vom Wind dort hin transportiert und der Wind formte dann diese riesen Dünen, die sich täglich auch heute noch verändern.

Bereits am Eingang zum National Park steht ein Schild „Campground full“ -Na super-

Erstmal rein und Lage selber checken hieß es. Der Campground ist in 3 sogenannten Loops eingeteilt; der erste Loop mit Blick auf die Dünen funktioniert nacht dem Motto wer zu Erst kommt darf bleiben, also fahre ich 2 Runden in diesem Loop, um jemanden zu finden, der sein Zelt abbaut, leider ist dies nicht der Fall. In der dritten Runde sehe ich dann einen T4 Camper, und der dazugehörige Platz an sich leer. Keine Stühle oder ähnliches.. also frage ich den Typen, ob er abbaut.. „leider nein, aber wenn ihr ein Zelt aufbauen wollt, seit ihr willkommen“ antwortet er..Jackpott..dachte ich mir, und fuhr los Claudia abholen. Es ist noch früh am Tag, so machen wir uns fertig und starten in die Dünen… vorher noch ein Sandboard ausgeliehen und den Kite

eingepackt und los. Dass sich die Dünen täglich neu formen merkt man schnell, denn der Sand peitscht einem an die Waden, dass man denkt, man bekommt die Beine gesandstrahlt und die Haut ist gleich weg… (nicht so meins) Aber gut, ich würde gerne ein schönes Foto mit dem Kite vor dieser Kulisse für FLYSURFER, den Kite Sponsor machen. Also ein paar Meter in die Dünen, dass kann echt anstrengend sein…loser Sand, Hitze, Wind und dazu sind wir ja immer noch weit über 2000 Meter hoch. Ich überlege die ganze Zeit wie das noch mal war mit dem Wind und dem Kite… ab welcher Windstärke man den Kite lieber eingepackt lassen sollte… leider fällt mir dazu nix mehr ein…also testen…Kite auspacken, ausbreiten, Leinen lang entwickeln, sichern, starten… erster versuch -Bruchlandung. Also gleich weiter, Claudia hält den Kite hoch und ab geht es… und wie… ich werde ein paar Meter gezogen, dann ist der Wind weg, der Kite sinkt, da ist er wieder und der Kite geht hoch – ich mit, und schon ist alles wieder vorbei. Zu stark, zu böig, der Kite wickelt sich im Sand hin und her, so dass wir ihn nicht mal mehr entknotet bekommen. Meine Laune ist auf dem Tiefpunkt, nicht nur dass ich nen Pulli anhabe wegen dem Sonnenbrand, nein auch dieses Sandstrahlen geht mir ganz schön auf die Nerven..leider geht es nur mir so, Claudia gefiel es eigentlich gut hier.

So – wer bis hierher gelesen hat, schreibt bitte – ICH HABE FERTIG als Kommentar. 🙂 ich weiß dass es ein wenig lang geworden ist. 🙂 ich gelobe Besserung.

5 Gedanken zu „Badlands to Sand Dunes and between..

  • 25. Juni 2014 um 02:16
    Permalink

    Glad to read you enjoyed our great state here in Colorado. Good luck on the rest of the trip I’m excited to see more updates. Keep the rubber side down mates.

  • 24. Juni 2014 um 17:06
    Permalink

    Hallo erst einmal,
    Es macht Spaß die Berichte zu lesen.
    Durch eure Fotos wird es auch etwas aufgelockert, finden wir gut.
    Ist noch alles o.k.
    Liebe Grüße

  • 22. Juni 2014 um 17:57
    Permalink

    ICH HABE FERTIG 😉
    Es macht immer wieder Freude eure Berichte zu lesen! Beste Grüße Simon & Carmen

  • 20. Juni 2014 um 16:14
    Permalink

    ICH HABE FERTIG
    Könnte aber noch Stunden so weiter lesen
    Gute Reise und schreib mal

  • 20. Juni 2014 um 12:04
    Permalink

    ICH HABE FERTIG 😀 und verfolge eure Berichte immer wieder gerne (selbst wie jetzt im Urlaub aus Spanien)! Ich wünsche euch weiterhin alles gut und viel Spaß! LG Marcel

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